05.09.2017 - 17:38 Uhr
KemnathOberpfalz

Gläubige feiern Hoch- und Titularfest der Erzbruderschaft Maria vom Trost Maria ein Vorbild für Hingabe

Beim Hoch- und Titularfest der Erzbruderschaft Maria vom Trost fordert Pfarrer Heribert Stretz zu einem anderen Denken auf. Was er damit meint, erklärt er in seiner Predigt.

Angeführt von der Blaskapelle Waldeck, zogen die Gläubigen nach dem Festgottesdienst zum Hoch- und Titularfest der Erzbruderschaft Maria vom Trost durch den Markt. Bild: hl
von Hans LukasProfil

Waldeck. Mit einem feierlichen Festgottesdienst und einer Prozession durch den Markt, bei der Pfarrer Heribert Stretz die Monstranz unter dem Traghimmel trug, beging die Pfarrei Waldeck den Festtag. Den Gottesdienst hatte zuvor der Kirchenchor unter Leitung von Klaus Wegmann, begleitet von Bläsern und Instrumentalisten, mitgestaltet. Außerdem hatte der Seelsorger den päpstlichen Segen gespendet.

In seiner Predigt war er auf den Römerbrief des heiligen Paulus ein gegangen. Darin hatte dieser an die Gläubigen appelliert, anders zu denken, nicht im Sinne der Welt, sondern im Sinne Gottes. Das weltliche Denken bestehe darin, Reichtum zu vermehren, Profit zu machen, eine bessere Stellung zu erreichen, kurzum sich selbst groß zu machen, erläuterte Stretz. Christliches Denken müsse in die Tiefe gehen und hinter die äußeren Dinge blicken. Der Christ müsse versuchen, zum Zentrum, zu Gott gelangen.

Wer zuerst an ihn denke, verliere nichts, "denn Gott weiß, was für uns am besten ist". Nur wer sich dieser Tatsache bewusst werde, könne sich wirklich Gott hingeben. "In Maria, der Gottesmutter haben wir ein Vorbild der Hingabe. Hingabe setzt Demut voraus und Mut zum Dienen." Sie habe erkannt, was der Wille Gottes ist und was nach seinem Wort geschehen soll. Maria bringe den Gottessohn zur Welt, weil Gott es so will. Genau das sei der Trost, denn ihr Sohn Jesus sei der Retter, Erlöser und Heiland. Gerade deshalb werde Maria auch "Mutter des Trostes" genannt.

Das Hochfest "möchte uns öffnen für Gottes Ruf, für seine Anfrage, unseren Weg noch bewusster mit ihm zu gehen", fuhr Stretz fort. Maria sei das Urbild gläubiger Hingabe an Gott. Sie lasse sich hineinrufen in die neuen Situationen, die das Leben bringt. Gott sage zu: "Ich bin mir dir, ich lass dich nicht im Stich und ich helfe dir, damit du bereit bist, mir zu dienen."

"Schauen wir nicht ständig darauf, was wir haben und was wir nicht haben, im Vergleich zu anderen", meinte der Seelsorger. Mit den Gnadengaben des Herrn zu arbeiten, genüge. Mit Hilfe der Gottesmutter gelinge das, denn sie sei Mittlerin aller Gnaden.

Die Fürbitten und Lesungen sowie die Gebete während der Prozession trug Josef Brunner vor. Vor dem päpstlichen Segen dankte Stretz allen, die an der Vorbereitung des Bruderschaftsfestes und der Prozession mitgeholfen haben, sowie den Vereinen mit den Fahnenabordnungen für die Teilnahme. Ein "Vergelt's Gott" galt auch dem Kirchenchor, Juliane Busch an der Orgel sowie den Instrumentalisten Benno Engelhart und Lea Koller (Trompete), Stefan Wittmann und Uli Bär (Posaune).

Die eucharistische Prozession durch den Markt führte die Blaskapelle Waldeck unter Leitung von Veronika Krauß an. Die Monstranz begleiteten Kommunion- und Kindergartenkinder. Nach der Prozession ging es zurück in die Pfarrkirche, wo der Pfarrer den sakramentalen Segen erteilte. Am Nachmittag beendete eine Bruderschaftsandacht mit Generalabsolution für die Mitglieder und Erteilung des päpstlichen Segens das Fest.

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