01.07.2017 - 11:56 Uhr
KemnathOberpfalz

Großeinsatz der Rettungskräfte am Freitagabend auf der B22 bei Kemnath: Unfall beim Wenden

Die junge Bad Berneckerin wollte mit ihrem Kleinwagen von der B22 auf eine Scheunenzufahrt einbiegen und dort wenden. Doch das ging im wahrsten Sinne des Wortes "schief". Sie verpasste die Einfahrt, das Auto stieß in den Graben und kippte auf die Seite. Die zwei jungen Frauen mussten ins Krankenhaus.

von Michael DenzProfil

Kemnath/Oberndorf/Bad Berneck. (mde) Es war gegen 20.15 Uhr am Freitagabend, als eine 19-jährige Frau mit ihrem Opel Adam und der 20-jährigen Freundin auf dem Beifahrersitz die Bundesstraße 22 von Kemnath in Richtung Bayreuth befährt. Kurz vor der Ortseinfahrt Oberndorf wollte die junge Bad Berneckerin mit ihrem neuen schicken Kleinwagen ein Wendemanöver einleiten.

Dazu wollte die junge Frau von der B22 nach rechts in eine Scheunenzufahrt, welche über einen Radweg kreuzt, wenden. "Die Fahrzeugführerin war, zumindest für den Abbiege- und anschließenden geplanten Wendevorgang, wohl zu schnell unterwegs", teilten die Beamten der Kemnather Polizeiinspektion auf Nachfrage mit. Daraufhin verpasste die Fahrzeuglenkerin die Einfahrt und stieß direkt neben der Einfahrt frontal in den Straßengraben. Durch die Wucht des Aufpralls in dem tiefen Straßengraben kippte der Opel Adam auf die Fahrerseite.

Großaufgebot alarmiert

Durch die Schieflage des Fahrzeugs konnten die beiden Frauen, welche beide angegurtet waren, jedoch nicht aus dem Fahrzeug aussteigen. Sie setzten den Notruf ab, woraufhin die Einsatzmittel und -kräfte der Feuerwehren aus Höflas bei Kemnath, Kemnath und Immenreuth, sowie zwei Rettungswagen, ein Notarzt mit Notarzteinsatzfahrzeug und der Rettungshubschrauber Christoph 80 mit einem weiteren Notarzt nach dem Alarmschlagwort "Verkehrsunfall, Person eingeklemmt" gegen 20.17 Uhr durch die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz alarmiert wurden.

Umgehend rückte der Kommandowagen und das Hilfeleistungslöschfahrzeug, direkt nach dem Alarmeingang, aus dem Kemnather Gerätehaus aus. Aufgrund einer Besprechung waren schon einige Floriansjünger auf der Feuerwache anwesend. Gleich nach dem Eintreffen konnte Entwarnung gegeben werden, denn beide Frauen waren nicht im Fahrzeug eingeklemmt. Ersthelfer befreiten Sie aus ihrer misslichen Lage, kippten das Fahrzeug auf die Räder. Des Weiteren befand sich das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Immenreuther Wehr, das Löschfahrzeug, sowie weitere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Kemnath noch auf der Anfahrt, konnten jedoch die Einsatzfahrt abbrechen.

Betreuen und Absichern

Vor Ort betreuten die Brandschützer die beiden Frauen, ehe die Kräfte des Rettungsdienstes nach deren Eintreffen an der Unfallstelle die weitere Versorgung übernahmen. Während des Einsatzes wurde die B22 halbseitig gesperrt und der Verkehr durch die Einsatzkräfte der Wehren Höflas und Kemnath an der abgesicherten Unfallstelle vorbeigeleitet und der Brandschutz sichergestellt.

Mit Rettungswagen kam die 19-jährige Fahrerin und dessen 20-jährige Beifahrerin vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Die beiden Frauen standen unter Schock, wurden zum Glück nur leicht verletzt. Der Rettungshubschrauber Christoph 80 konnte nach kurzer Zeit, jedoch ohne Patienten, wieder den Rückflug zum Flugplatz Weiden/Latsch antreten, ehe diese den Dienst am Freitagabend zum Sonnenuntergang um 21.50 Uhr beendeten.

Die Unfallaufnahme vor Ort erfolgte durch die Beamten der Kemnather Polizeiinspektion. Der Opel Adam wurde Augenscheinlich an der Fahrzeugfront, sowie der Fahrerseite, beschädigt. Ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um den Abtransport des Fahrzeugs. Gegen 21 Uhr konnten die Einsatzkräfte den Einsatz, welchen Kommandant Peter Denz, gemeinsam mit Gruppenführerin der Feuerwehr Höflas bei Kemnath, Alexandra Müller und Kemnaths Stellvertretendem Kommandanten, Alfred Vogel leitete, beenden. Ebenfalls vor Ort war Kreisbrandmeister Florian Braunreuther und Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther. Den Einsatz des Rettungsdienstes leitete der stellvertretende Leiter der Kemnather BRK-Rettungswache, Julian Verschl.

Gefährliches Handeln

Erwähnenswert bei diesem Einsatz ist, dass alle Verkehrsteilnehmer für die Verkehrslenkungsmaßnahmen ihre Einsicht zeigten und keine Schaulustigen das Einsatzgeschehen behinderten oder die störten die Privatsphäre der Unfallbeteiligten. Auch haben Verkehrsteilnehmer angehalten, die Unfallstelle mit Warndreiecken abgesichert und Erste-Hilfe geleistet. Als "äußerst waghalsig" betiteln die Retter jedoch eine Handlung: Das unkontrollierte Umkippen des Unfallfahrzeuges von der Seitenlage auf die Räder. Hierbei können weitere, vor allem gesundheitliche Gefahren für die Insassen, aber auch die Ersthelfer, geschaffen werden, was unter anderem zu einer lebens- und gesundheitsbedrohlichen Situation führen kann.

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