Gründung einer Selbsthilfegurppe Kreuzbund im Familienzentrum Mittendrin
Kreuzbund hilft Suchtkranken

Nach der Vorbesprechung zur Gründung einer Kreuzbund-Gruppe stellte Jessika Wöhrl-Neuber (rechts) den vier Teilnehmern Klaus-Georg Bär, Josef Weidner, Manfred Trompell und Philipp Hausknecht (von links) das Familienzentrum Mittendrin vor. Bild:jzk
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Kemnath
18.02.2018
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Nach der Vorbesprechung zur Gründung einer Kreuzbund-Gruppe stellte Jessika Wöhrl-Neuber (rechts) den vier Teilnehmern Klaus-Georg Bär, Josef Weidner, Manfred Trompell und Philipp Hausknecht (von links) das Familienzentrum Mittendrin vor.

Eine Selbsthilfegruppe "Kreuzbund" soll im Familienzentrum Mittendrin gegründet werden. Zur Vorbesprechung konnte Jessika Wöhrl-Neuber Klaus-Georg Bär von der Caritas Suchtambulanz Tirschenreuth, Josef Weidner und die beiden Kreuzbund Mitarbeiter Philipp Hausknecht und Manfred Trompell begrüßen.

"Der Kreuzbund ist ein Fachverband des Deutschen Caritas-Verbandes, der als Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft Untertsützung für Suchtkranke und deren Angehörige anbietet" erklärte Hausknecht. Er ist Regionalsprecher vom Kreuzbund, Region Weiden. Die Vereinigung "Kreuzbund" wurde 1896 vom katholischen Priester Josef Neumann in Aachen gegründet und wurde bald als "Kreuzbündnis" bekannt.

Seit dem Jahr 1926

Der heutige Name "Kreuzbund" wird seit 1926 geführt. Seitdem Alkoholismus 1964 durch die WHO und 1968 in Deutschland vom Bundessozialgericht als Krankheit anerkannt wurde und sich diese Einsicht auch in der Gesellschaft immer mehr verbreitete, entwickelte sich der Kreuzbund von einem Abstinenzverband zu einer Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft, die heute deutschlandweit für Suchtkranke und Angehörige tätig ist.

Aus dem Selbstverständnis des Kreuzbundes, Selbsthilfe- und damit auch Helfergemeinschaft zu sein, erwächst der gesundheits- und gesellschaftspolitische Auftrag des Verbandes. Sowohl im Bereich der Gesundheitspolitik als auch der Sozialpolitik hat der Kreuzbund die Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, präventive Maßnahmen zu fordern und zu fördern, suchtpolitische Initiativen auszuführen sowie Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Kreuzbund steht als Fachverband der Caritas in enger Kooperation mit den anderen Sucht-Selbsthilfeverbänden und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Der Kreuzbund hat in Deutschland rund 1300 örtliche Gruppen für Suchtkranke und Angehörige, in denen rund 20 000 Hilfebedürftige und Helfer wöchentlich zusammenkommen.

Abstinenz muss sein

"Die Mitglieder einer Kreuzbund-Gruppe verpflichten sich zur Abstinenz", erklärte Manfred Trompell. Er leitet eine der beiden Kreuzbund-Gruppen in Weiden mit insgesamt 15 Mitgliedern und zwei Gruppenmitgliedern. Auch in Tirschenreuth treffen sich regelmäßig Mitglieder einer Kreuzbundgruppe zum Erfahrungsaustausch. Finanziert werden diese durch die Mitgliederbeiträge.

"Die Kreuzbund-Gruppen sind im Therapieverbund mit der Caritas Suchtprävention Tirschenreuth" berichtete Klaus-Georg. Bär. Er verwies auf die Sprechstunden der Fachambulanz für Suchtprobleme in der Erbendorfer Straße 25 in Kemnath am Montag von 8 bis 12.30 Uhr und am Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr. In Kemnath soll eine Informationsgruppe "Kreuzbund" entstehen, die zunächst von Philipp Hausknecht geleitet wird. "Später sollen die Teilnehmer einen eigenen Leiter bestimmen. Drei Teilnehmer sollten Mitglieder des Kreuzbundes werden" gab er bekannt. "Bei uns besteht ein strenge Schweigepflicht", betonte er. "Was in der Gruppe besprochen wird, darf nicht nach draußen getragen werden." Die Teilnehmer müssen sich auf die Verschwiegenheit verlassen können.

Interessenten können sich unter Telefon 09642/70 33 800 oder per Mail team@mittendrin-kemnath.de anmelden.
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