23.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Harald Schlöger spricht beim Bauernverband über die Anlage von Hochbeete Gärtnern ohne bücken

Restlos gefüllt war das Gasthaus "Zur Fantasie" beim Oberpfälzer Brunch des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). Kreisfachberater Harald Schlöger sprach zum Thema "Gemüseanbau im Hochbeet". Dieses lasse sich rückenschonend bearbeiten und das Gemüse gedeihe dank vieler Nährstoffe und zusätzlicher Bodenwärme optimal. Auch brächten Hochbeete schon frühzeitig im Jahr reiche Ernte.

"Ein Hochbeet zu bauen, ist gar nicht schwer", meinte Kreisfachberater Harald Schlöger (stehend) beim Bauernverbands-Brunch. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Die beste Zeit, um sie anzulegen, seien der Herbst oder das zeitige Frühjahr. Witterungs- und fäulnisbeständiges Holz sei das gebräuchlichste Baumaterial, wusste Schlöger. Für die Wände kämen aber auch Stein und Metall infrage. Die Innenseite sollten mit Teichfolie ausgekleidet werden. Vor dem Aufsetzen der Wände auf der Grundfläche sollte ein enger Maschendraht gegen Wühlmäuse verlegt werden. "Befüllen Sie das Hochbeet schichtweise" empfahl der Gartenexperte. Das Material sollte nach oben hin immer feiner werden. Die Basis besteht aus groben Ästen und Zweigen, die am besten mit einer umgedrehten Grassonde abgedeckt wird. Darauf kommen halb zersetzte Pflanzenresten oder gehäckselter Strauchschnitt und am Schluss bis zum Rand reifer Kompost oder Humuserde.

Sackt das Erdreich ab, ist vor jedem Bepflanzen Komposterde nachzufüllen. Nach fünf bis sechs Jahren sollte die Füllung komplett ausgetauscht werden. "Gießen Sie das Hochbeet im Sommer reichlich und regelmäßig" mahnte der Kreisfachberater. Durch den lockeren Aufbau trocknet die Erde schneller. Gegen Schnecken helfe eine umlaufende, nach unten abgewinkelte Kante aus Stahlblech. Die Kastler Ortsbäuerin Rita Baumann dankte Schlöger mit einem Präsent.

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