Herbert Portzek feierte seinen 90. Geburtstag
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Im Kreise seiner Angehörigen feierte Herbert Portzek (vorne, Zweiter von rechts) seinen 90. Geburtstag. Bild: jzk
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Kemnath
12.10.2017
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Zahlreiche Gratulanten fanden sich im Senioren- und Pflegeheim Haus Falkenstein ein, um Herbert Portzek ihre Glückwünsche zum 90. Geburtstag auszusprechen. Der Jubilar wurde am 8. Oktober 1927 als zweites von drei Kindern in Kattowitz in Oberschlesien geboren. Als er zehn Jahr alte war, verstarb sein Vater. Die Mutter sorgte für die drei minderjährigen Söhne.

Nach der Volksschule besuchte Portzek die Mittelschule. Mit knapp 17 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingesetzt. Vier Monate später wurde er zum Arbeitsdienst in Budweis verpflichtet. Im Herbst 1944 wurde er nach Wilhemshaven zur Wehrmacht eingezogen. Dort leistete er auf einem Minensuchboot Dienst. Das Kriegsende 1945 erlebte Herbert Portzek im Harz. Er kam in französische Kriegsgefangenschaft nach Andernach. Wegen seines jugendlichen Alters wurde er bereits im Sommer 1945 entlassen. Er schlug sich nach Letzau bei Weiden durch, wo er bei einem Verwandten unterkam. Dort erfuhr er über das Rote Kreuz, dass seine Mutter mit seinem jüngeren Bruder in Hannover ist. Sein älterer Bruder war in den letzten Kriegstagen in Schwechart bei Wien gefallen.

Portzek begann in Hannover eine Lehre als technischer Zeichner in der Maschinenbaufirma Wohlenberg. Dort besuchte er eine Ingenieurschule und war später in der gleichen Firma als Konstrukteur tätig. 1987 trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Im Februar 1968 heiratete er Hedwig Sonnek aus Kemnath, die zu ihm nach Hannover zog. Seine Mutter, die im gemeinsamen Haushalt lebte, verstarb 1996 im hohen Alter von fast 100 Jahren. Seine Frau Hedwig starb 2013. Deshalb zog er noch im gleichen Jahr nach Kemnath in das Senioren- und Pflegeheim Haus Falkenstein.
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