Historische Stadtführung des HAK durch Kemnath
Interessante Führung

Viel Beifall erhielt Liane Preininger als Pinzer Beckn Resl.
Vermischtes
Kemnath
02.07.2017
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(jzk) Ein besonderes Erlebnis für die Lehrer des BLLV-Kreisverbandes Kemnath und die Mitglieder der Feuerwehr Löschwitz war die historische Stadtführung bei Nacht. Dabei ließen die Gästeführer des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK) markante Episoden aus der Heimatgeschichte wieder aufleben. Treffpunkt war am Platz der Begegnung.

Nicht nur bedeutende Persönlichkeiten, sondern auch ehrbare Bürger, Geistliche und zwielichtige Gestalten traten in historischer Gewandung auf und erzählten aus ihrem Leben. Die Baderin Pauline (Pauline Bäumler) übernahm in gekonnter Manier die Führung. Die beiden Trommler Thomas Lauber und Kai Schmidt marschierten voran. In authentischen Vorstellungen ließen sechs Darsteller die Teilnehmer tief in die Atmosphäre vergangener Zeiten eintauchen.

Den Auftakt machte die "Pinzer Beckn Resl" (Liane Preininger) auf dem Cammerloherplatz. Eindrucksvoll schilderte sie die widrigen Umstände, die ihre Familie dazu zwangen, nach Amerika auszuwandern. Eines ihrer sechs Kinder wurde in Amerika Kardinal (Aloysius Joseph Muench). Der Schmied "Matzn Girgl" (Martin Wittmann) erwartete die Gäste vor der Fronfeste. Er war der letzte Gefangene in der landrichterlichen Fronfeste, der hingerichtet wurde.

Christoph Adam von Trautenberg (Hans Rösch) erzählte in Begleitung von Bruder Josef (Heiner Dworzak) in der Trautenbergstraße von der Gründung des Spitals für "in Ehren abgehauste Kemnather Bürger". Der Kantor und Schuldramatiker Wolfgang Schmeltzl (Josef Zaglmann) berichtete am Schmeltzl-Brunnen (früher Gänsbrunnen), wie er um im 16. Jahrhundert als armer Sohn eines Kemnather Handwerksmanns nach Wien zog und dort zu Ruhm und Ehren gelangte.

An der Sebastiansäule auf dem Stadtplatz trat die bedauernswerte Brandstifterin Sybilla Schimmel (Anna Müller-Rösch) auf. Unter Tränen erzählte sie, wie sie sich 1848 dazu verleiten ließ, im Rausch ein Feuer in der Stadt zu legen, bei dem fast 100 Häuser abbrannten. Hildebert Mehler, der letzte Guardian des Franziskanerklosters (Roland Wende), erzählte im Klosterhof die wechselhafte Geschichte des Klosters bis zur Auflösung bei der Säkularisation im Jahr 1802. Nach der abschließenden Vorstellung der Darsteller durch die Baderin Pauline bedankte sich Hans Rösch bei allen Mitwirkenden.
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