Holger Schedl stellt Pflegestärkungsgesetz vor
Für alle eine Verbesserung

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl erläuterte die Grundzüge des kommenden Pflegestärkungsgesetzes. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
02.12.2016
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Etwa 2,7 Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit pflegebedürftig. Sie alle profitieren laut Holger Schedl vom neuen Pflegestärkungsgesetz, das zum 1. Januar 2017 wirksam wird.

Es werde für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte Verbesserungen bringen, betonte der BRK-Kreisgeschäftsführer im Gasthaus "Zur Fantasie". Es habe in der Pflege ein Umdenken begonnen. Das neue Gesetz ermögliche mehr Leistungen für Pflegebedürftige, mehr Entlastung und Sicherheit für pflegende Angehörige und mehr Zeit für Pflegekräfte.

Neben deutlich erweiterten Leistungen bringe es einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein grundlegend verändertes Begutachtungsinstrument mit sich, erklärte Schedl. Damit erhielten auch die etwa 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenz-Erkrankung einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Mit einer Powerpoint-Präsentation erläuterte er mit dem Pflegefachkräften Cilli Gerlang, Kevin Wienerl, Angelika Landgraf und Seniorenheimleiterin Claudia Heier die einzelnen Bestimmungen.

Die bisherigen drei Pflegestufen werden in fünf Pflegegrade überführt. Dadurch können Art und Umfang der Leistungen der Pflegeversicherung genauer auf den Bedarf abgestimmt. "Das neue Gesetz stellt niemanden schlechter, der bisher schon Leistungen bezieht", stellte Schedl klar. Für sehr viele gebe es höhere Leistungen als bisher oder die Zuzahlung werde geringer. Weil die Umstellung in das neue System automatisch erfolgt, muss niemand, der bereits pflegebedürftig ist, einen neuen Antrag stellen.

Künftig ist pflegebedürftig, wer in seiner Selbständigkeit beeinträchtigt ist, Hilfe von anderen braucht oder körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigungen nicht selbstständig bewältigen kann. Die Begutachtung erfolgt durch den Medizinischen Dienst. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen.

Zur Sprache kamen auch Pflegeleistungen im ambulanten und stationären Bereich, Dienstleistungen im BRK-Kreisverband Tirschenreuth, Pflegegeld im ambulanten Bereich und für die häusliche Pflege, Pflegesachleistungen, Pflegemittel und zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Schedl und sein Team verteilten zudem kostenlose Broschüren zum Thema "Neuerungen im Pflegestärkungsgesetz".
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