Jahreshauptversammlung Feuerwehr Guttenthau
Ausbildung für Kommandanten-Nachfolger

Die Jugendfeuerwehr Guttenthau sahnte im vergangenen Jahr bei so eineigen Wettbewerben ab (siehe Info-Kasten). Bild: hai
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Kemnath
12.01.2017
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Die Renovierungs- und Umbauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus stehen kurz vorm Abschluss. Dann wird gebührend gefeiert, versprach Bürgermeister Manfred Porsch.

Guttenthau. Vorsitzender Karl Braun blickte in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Guttenthau zurück: 70 000 Euro hat die Gemeinde, 15 000 Euro Eigenmittel hat der Feuerwehrverein in die Arbeiten am Gerätehaus investiert.

Eigenleistung enorm

"Was ihr geschaffen habt, ist grandios. Euer Engagement ist vom Feinsten", betonte Porsch begeistert. Dank des Zusammenhalts zwischen Verein und aktiver Wehr sei mit der Sanierung des Gerätehauses ein modernes Herzstück, ein neuer Mittelpunkt gesellschaftliches Lebens der Ortsteile Guttenthau, Rosenhof und Roslas geschaffen worden.

2017 stehen noch Restarbeiten wie die Befestigung des Zugangs zum Schulungsraum, die Sanierung des Vorplatzes und des Geländers sowie Putz- und Malerarbeiten aus. Neben der Küche wurden auch 25 neue Stühle angeschafft. In der Rückschau erläuterte der Vorstand, dass von 84 Bürgern aus Guttenthau und Rosenhof 55 Mitglied im Verein seien. Helferessen, Heringessen, Preisschafkopf, Diavortrag mit Jochen Leithoff, Maibaumaufstellen, Johannisfeuer, Zoiglfest mit Schlachtschüssel und Weihnachtsfeier wurden organisiert. Ein Ausflug führte in die Fränkische Schweiz.

Mit dem Einblick in die Kosten-Nutzenbilanz dämpfte Braun aber zu große Erwartungen an finanzielle Erträge aus Veranstaltungen: "Wenn 500 Euro übrigbleiben, sind das bei diesem Aufwand hart erkämpfte Euros - aber wir machen es gern", sagte er. Besucht wurden ungewöhnlich viele Feste. Mit der Jugend werde sich die Wehr in diesem Jahr am Bürgerfest der Gemeinde beteiligen.

Trotz erheblicher Investitionen in den Umbau inklusive Mobiliaranschaffung halte sich die Belastung der Vereinskasse in Grenzen, so Kassier Hartmut Übelhack. Er regte auch die Präsenz der Feuerwehr im Internet an. "Ausführlich aufgegliedert und einwandfrei geführt", bilanzierten Kassenprüfer Reinhold Pöhlmann und Helmuth Krauss. Die Entlastung erfolgte einstimmig. In einer Nachwahl wurde Kassenprüfer Reinhold Pöhlmann bestätigt. Florian Purucker folgt Helmuth Krauss nach. 24 Aktive, darunter zwei Frauen, führt Kommandant Andreas Braun. Gefordert war die Wehr bei einem Personeneinsatz auf der Zugverbindung Kirchenlaibach-Weiden. In acht Übungen haben 19 Aktive ihre Einsatzfähigkeit geprobt. Für 2017 kündigte Braun eine Leistungsprüfung Stufe II an. Diesbezüglich werden die Wehren Plössen und Ramlesreuth kontaktiert.

Kommandanten-Nachfolge

Braun brachte auch die Ausbildungsvorbereitungen für seine Kommandanten-Nachfolge ins Gespräch. Aus beruflichen Gründen stehe er nach Januar 2019 nicht mehr zur Wahl. Künftig steht mit der Speichersdorfer evangelischen Gemeindereferentin Stefanie Hopp eine weitere Notfallseelsorgerin zur Verfügung, sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Sehnke. Neuer Kreisjugendfeuerwehrwart ist Sven Kaniewski aus Glashütten.

Nachwuchs fährt größten Erfolg einDer Feuerwehrnachwuchs sorgte 2016 für den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Beim Jugendfeuerwehrtag in Weidenberg ließen die Anwärter Susann Braun, Anna Vogel, Anna Meier, Eva Vogel, Marion Purucker, David Vogel und Fabian Übelhack bei der Feuerwehrolympiade die gesamte Konkurrenz (41 Gruppen) hinter sich und holten sich den Siegerpokal. Die zweite Gruppe holte sich Platz 13.

Auch beim Jugendleistungsmarsch konnte sich das Ergebnis sehen lassen: Gruppe I erreichte den 8., Gruppe II den 16. Platz. Entsprechend sparten Jugendwart Fabian Übelhack und Stellvertreterin Marion Purucker in der Jahreshauptversammlung nicht mit Lob. "So ein Ergebnis ist nur dank fleißigen Übungsbesuchs und einer außergewöhnlichen Kameradschaft möglich." Die beiden Jugendleiter begannen nach mehrjähriger Durststrecke erst im Januar 2016 die Betreuung des Feuerwehrnachwuchs. In seinem Bericht gab Übelhack auch einen Einblick in das Übungspensum und den geselligen Teil mit Grillabenden und Ritteressen.

Lob gab es auch für David Vogel. Er erwarb die höchste Auszeichnung im Feuerwehranwärterwesen, die Deutsche Jugendleistungsspanne, und absolvierte erfolgreich die Truppmannausbildung. (hai)
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