Juramusikanten spielten beim 4. Seebühnenkonzert in Kemnath
Blasmusik am Puls der Zeit

Einen sehr unterhaltsamen musikalischen Sonntagnachmittag bescherten die Juramusikanten den Zuhörern auf der Seeleite.
Vermischtes
Kemnath
12.09.2017
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"Hält das Wetter oder fängt es doch noch zu regnen an?", ist die bange Frage beim vierten und letzten Sommerkonzert auf der Seebühne. Die Juramusikanten können ihr eineinhalbstündiges Programm aber ohne Regengüsse durchziehen.

"Die Blasmusik erlebt derzeit eine Renaissance", freute sich Norbert Lodes bei der Begrüßung. Der Diplom-Musiker, der nicht nur dirigierte, sondern auch jedes Stück mit seiner Trompete mitspielte, erleichterte als Moderator den Zuhörern das Verständnis der Stücke. Das breitgefächerte Repertoire ermöglichte ihm auch Ausflüge in Bereiche, die man sonst kaum von der Blaskapelle zu hören bekommt.

Einige Nummern boten die Juramusikanten in einem einmaligen Arrangement dar, das nur ganz speziell auf ihre Besetzung zugeschnitten war und eigens für sie komponiert wurde. "Das gibt es nicht zu kaufen", verriet Lodes, "das spielen nur wir auf diese Weise." Das Programm reichte im Bereich der sinfonischen Blasmusik von Walzern ("Gentleman") und vom Konzertmarsch ("Rot-Weiß") bis hin zu schmissigen Polkas ("Böhmischer Traum", "Von Freund zu Freund", "Am Puls der Zeit", "Gablonzer Perlen") und Songs aus Amerika ("New York, New York") oder Russland ("Russisches Feuer"). Wie die Musikanten die "Amboss-Polka" im Swing-Rhythmus, arrangiert für fünf Saxofone, musizierten, das war schon große Klasse. Sehr gut kamen auch "Morgens um sieben" von James Last, das musikalische Zwiegespräch zwischen einem Tenorsaxofon und einer Klarinette ("Pas de deux") und "Wunderland bei Nacht" mit einem herrlichen Trompetensolo an. "Bert Kaempfert erhielt für diesen Titel eine Platin-Schallplatte", wusste Lodes.

Sonderbeifall bekam Sängerin Michaela für "Flashdance" ("What a feeling"). Die "Morgengedanken" animierten viele Zuhörer zum Mitschunkeln. "Mit dieser Polka bewies der Komponist Norbert Gälle wieder einmal sein feines Gespür für besonderes Melodien", hatte Norbert Lodes angekündigt.

Als Dankeschön für das konzentrierte Zuhören spielte Lodes mit seinen Musikanten zum Abschluss den Evergreen "Thank you for the Music" von der schwedischen Popgruppe Abba. Natürlich kamen die 16 Musikanten nicht um eine Zugabe herum. Sehr zur Freude vieler Gäste stimmten sie den bekannten Militärmarsch "Alte Kameraden" an.
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