13.10.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Kemnather Polizei sensibilisiert für Aktion "Houst a Hirn, lousd as Handy lieng" Hand ans Steuer, Augen auf Verkehr

"Houst a Hirn, lousd as Handy lieng": Trotz des ziemlich individuellen Namens soll es immer noch Leute geben, die nicht wissen, was sich hinter der Aktion verbirgt. Damit wollen der Kreisjugendring Tirschenreuth, die Verkehrswachten Kemnath und Tirschenreuth sowie die Polizeiinspektionen Tirschenreuth, Waldsassen und Kemnath Verkehrsteilnehmer im Landkreis, insbesondere junge Menschen, über die Gefahren und Risiken bei einer Ablenkung durch Handynutzung im Straßenverkehr informieren und sensibilisieren.

Informationen zur Aktion "Houst a Hirn, lousd as Handy lieng" gaben Polizeihauptmeister Dominik Merkl, Polizeihauptkommissar Dieter Striegl (beide Inspektion Kemnath) sowie Polizeikommissar Lorenz Schelte (von links) von der Bereitschaftspolizei München. Bild: stg
von Holger Stiegler (STG)Profil

Mit einer Fahrzeuganhalte-Aktion haben am Donnerstagnachmittag die Kemnather Beamten und ihre Kollegen von der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung München drei Stunden lang auf Höhe des Kemnather Feuerwehrhauses Autofahrer angehalten, über die Aktion aufgeklärt und Infomaterial überreicht. Gleichzeitig lief die Aktion auch im Zuständigkeitsbereich der Inspektionen Waldsassen und Tirschenreuth.

Den Autofahrern machten die Polizisten bewusst, dass etwa jeder zehnte Verkehrsunfall auf abgelenkte Autofahrer zurückgeht. Eine Sekunde Ablenkung genügt, um bei 50 Kilometern in der Stunde 14 Meter im Blindflug unterwegs zu sein. Bei Tempo 80 beträgt die "blinde Strecke" bereits 22 Meter. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones sehen Experten als eine Hauptursache für diese Entwicklung. "Denn ihre Nutzung im Straßenverkehr kann das Unfallrisiko über drei Arten von Ablenkung zur gleichen Zeit erheblich erhöhen: Die Verkehrsteilnehmer sind durch Handys motorisch, visuell und mental abgelenkt", erläutert stellvertretender Inspektionsleiter Dieter Striegl. Am Steuer von Kraftfahrzeugen ist bei laufendem Motor bereits der Griff zum Handy gesetzlich verboten: Kraftfahrer riskieren ein Bußgeld von 60 Euro sowie einen Punkt in Flensburg. Kommt es durch dieses Fehlverhalten zu einem Unfall, kann die Kaskoversicherung die Übernahme der Schäden verweigern. Im Einzelfall kann das grob fahrlässige Verhalten auch rechtliche Konsequenzen haben.

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