17.10.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Kemnather Sängerinnen feiern mit Musikantentreffen 25-jähriges Bestehen Hauptsache "döi Leit gfallt’s"

Voll besetzt war das Foyer am Kirchweihsonntag, als die Kemnather Sängerinnen ihr 25. Jubiläum feierten. Bei diesem Musikantentreffen gratulierte Hans Rösch, Vorsitzender des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises den Monika Fink und Siglinde Wick sowie ihrem Akkordeonbegleiter Roland Küffner zu ihren Erfolgen, die sie auch überregional feiern konnten.

Mit einem zünftigen Musikantentreffen feierten die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Siglinde Wick (Mitte) 25-jähriges Bestehen. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

"Heit kumma alle zsamm, weil mir unser Jubiläum ham", verkündete Wick in Gedichtform bei der Begrüßung der Volksmusikfreunde. Mit den Liedern "Die alte Tanne im Oberpfälzer Wald" und "s'Bankerl" eröffneten die Kemnather Sängerinnen die musikalische Geburtstagfeier. Es folgten Stücke aus ihrer Anfangszeit: "Geh nöi zou, dumma Bou", "Hinter meim Vodern sei Hauseck" und das "Böhmerwaldlied".

Mit Akkordeon, Gitarre, Kontrabass und Hackbrett spielte die Friedenfelser Stubnmusi Polkas ("Wasserfall-Polka", "Amalien-Polka"), Landler ("Seeauer Landler") und eine Mazurka. Besonders viel Applaus erhielten sie für das Lied "Du alte Rumbumbl". Aber auch das Singen kam nicht zu kurz. Zwischendurch erklangen immer wieder Wunschlieder wie "Soll den dös a Kirwa sei?", "Hoch auf dem gelben Wagen", "Horch, was kommt von draußen rein?" und "In da Fröi, wenn da Hahn macht an Krara". Rudolf Fink, Roland Küffner, Manfred Döllinger und Josef Zaglmann begleiteten einfühlsam. Mit ihren Gedichten "Wann Kirwa gwen is" und "Jeder kröigt vo mir a Zehnerl" erinnerte Wick an längst vergangene Zeiten, als "alles noch besser war".

Viel Beifall erhielt Martin Kimich für sein virtuoses Spiel auf der Steirischen Harmonika. Bruno Primann verstärkte mit seiner "Teiflsgeign" den Rhythmus. "Das Radl, das dreht sich", "In 25 Jahren", "Die Uhr", "Die Diät", "Am Sunta nachm Rasiern" und andere Moritaten gab Josef Kämpf zum Besten. Siegfried Zaus (Geige) und Josef Zaglmann (Akkordeon) stimmten den "Geburtstagswalzer", "Boarische" und Landler an.

Nach fast vier unterhaltsamen Stunden ging das Musikantentreffen mit den Volksliedern "Wahre Freundschaft soll nicht wanken" und "Im schönsten Wiesengrunde" zu Ende. Mit dem Lied "Döi Liab zu dir bleibt" setzten die Kemnather Sängerinnen den musikalischen Schlusspunkt. "Macht's fei weida" ermunterten viele Gäste nicht nur aus der Region, sondern auch aus Regensburg, die Kemnather Sängerinnen beim Abschied.

Für die Oberpfalz

Bereits Anfang der 1970er Jahre trat Fink mit ihren Töchtern Gabi und Uschi als "Familie Fink" auf. Gegründet hatte diese Volksmusikgruppe Lehrer Josef Zaglmann, der sie auch auf dem Akkordeon begleitete. Später nannte sich das Trio "Kemnather Moidla". Ihren Gesang begleitete Armin Wolfram. Mit dem Beitritt 1993 zum Oberpfälzer Volksliedkreis, Region Steinwald-Stiftland, änderte sich der Name in Kemnather Sängerinnen. Für sie spielt seitdem Roland Küffner.

"In den letzten 25 Jahren sind wir in ganz Bayern herumgekommen", erinnerte sich Fink. Bei Maiandachten, Passionssingen, Hochzeiten, Geburtstagen, Musikantentreffen, beim Bayerischen Rundfunk und in der Abendschau waren die drei Gäste. "Bei einem Volksmusiktreffen der sieben bayerischen Regierungsbezirke im Kloster Maria Bildhausen bei Münnerstadt durften wir die Oberpfalz vertreten", erinnert sie sich an das schönste Erlebnis.

Auch zwei Silberlinge haben die Kemnather Sängerinnen eingespielt. "Besonders erfolgreich war unsere CD mit Weihnachtsliedern, die wir mit Rainer Sollfrank bei uns daheim aufgenommen haben." Selbstverständlich wollen sie weiterhin neue Lieder einstudieren und öffentlich auftreten. Ihr Motto war und ist: "Wenn's döi Leit gfallt, dann gefallt's uns a." (jzk)

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