15.10.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Königlich-privilegierte Schützengesellschaft 1599 Kemnath beschließt Anbau an Vereinsheim Einstimmig für Schießstand

Die Verantwortlichen der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft 1599 Kemnath haben eine außerordentliche Mitgliederversammlung angesetzt. Einziger Tagesordnungspunkt sind die Beratungen zum Anbau eines Schießstandes an das im Vorjahr von der Stadt angemietete und inzwischen renovierte Schützenheim.

Parallel zum bestehenden Gebäude in der Badstraße soll der Anbau mit dem Schießstand entstehen. Die Bodenplatte soll noch in diesem Jahr gegossen werden. Zumindest einen Großteil der Arbeiten wollen die Schützen in Eigenleistung stemmen. Bild: rhk
von Redaktion OnetzProfil

Die Schützen hatten 2016 in einem ersten Schritt das vormals vom Wanderverein genutzte Gebäude in der Badstraße umgebaut und saniert, um es als neues Vereinsheim zu nutzen. Hierfür haben die Mitglieder über 500 Arbeitsstunden aufgewendet.

Ihnen fehlen aber noch Einrichtungen für den Schießbetrieb. Diese sollten in einem weiteren Schritt mit dem Anbau eines neuen Schießstandes geschaffen werden. Aktuell ist der Verein zu Gast bei den Schützen in Immenreuth, die den Kemnathern den Trainingsbetrieb auf ihren Anlagen ermöglichen.

Schützenmeister Martin Zenker hatte die Versammlung angesetzt. Diese wurde in der ordentlichen Jahreshauptversammlung im Frühjahr diesen Jahres beschlossen. Termin sollte sein, wenn eine genehmigungsfähige Planung vorliegt und die voraussichtlichen Kosten feststehen. Die Planung sieht vor, dass an die Südostseite des Vereinsgebäudes ein rund sechzehn mal fünf Meter großer Baukörper in Holzbauweise rechtwinklig angebaut wird. Darin sollen fünf Schießstände Platz finden. Damit entstünden zwei parallel verlaufende Baukörper mit einem Zwischenbau, in dem der Versammlungsraum untergebracht ist.

Zenker berichtete, dass zwischenzeitlich nicht nur die Planungen für die Anbaumaßnahme abgeschlossen worden seien, sondern sogar bereits das Landratsamt Tirschenreuth die Baugenehmigung erteilt habe. Auch seien alle weiteren, für den Schießbetrieb erforderlichen Genehmigungen eingeholt worden. Geschossen werden dürfe nur mit Luftdruckpistolen und Luftgewehren, wie auf den bisherigen Schießanlagen im Sportheim auch.

Obgleich in der Diskussionsrunde einige Fragen zur Nachhaltigkeit der Maßnahme aufgeworfen wurden, waren sich die Mitglieder doch alle einig darüber, dass es für die Erfüllung des Vereinszwecks und den Fortgang des Vereinsgeschehens unerlässlich sei, eigene Schießeinrichtungen vorzuhalten. Überlegungen, den Schießbetrieb zu benachbarte Schützenvereinen zu verlagern und das eigene Schützenheim lediglich für das Vereinsgeschehen zu nutzen, wurden verworfen. Mit dem neuen Schützenheim in der Badstraße sei ohnehin ein seit Jahren gehegter Wunsch des Vereins wahr geworden, eigene Räumlichkeiten zu beziehen. Nun wolle man auch noch den zweiten Schritt gehen und den Schießstand bauen, lautete der Tenor.

Aus diesem Grund brachte die Abstimmung der Mitgliederversammlung ein einstimmiges Ergebnis für die Umsetzung der mit 15 000 Euro veranschlagten Maßnahme. Noch vor Wintereintritt soll die Bodenplatte betoniert werden. Die Fertigstellung ist dann im Laufe des Jahres 2018 vorgesehen. Da viele Gewerke auch in Eigenleistung errichtet werden sollen, bedeutet dies für die Mitglieder nochmals viele freiwillige Arbeitsstunden.

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