Kolpinggedenktag mit zahlreichen Ehrungen und Neuaufnahmen
70 Jahre ein Kolpingbruder

So eine Auszeichnung hat selbst Diözesenpräses Stefan Wissel (rechts) nicht alle Tage: Mit Vorsitzendem Roland Sächerl (hinten links) zeichnete er Max Neumann (sitzend, Dritter von links) für 70 Jahre Treu zur Kolpingfamilie aus. Dazu ehrten beide noch zahlreiche Mitglieder für 25 und 40 Jahre Zugehörigkeit. Philipp Köhler und Rita Heser (Zweiter und Vierte von rechts) schlossen sich der Gemeinschaft neu an. Bild: kaz
Vermischtes
Kemnath
09.12.2016
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Mit Neuaufnahmen, einem besonderen Gast und einer tollen Aufführung der Brückenbauer feierte die Kolpingfamilie den Kolpinggedenktag. Allerdings stellten zwei Auszeichnungen alles in den Schatten.

(kaz) Ehrungen seien immer etwas Schönes, meinte Vorsitzender Roland Sächerl. Doch diesmal freute er sich besonders über die Treue zweier Kolpingbrüder: Max Neumann und der verhinderte Erich Moller, die dem Gesellenverein mittlerweile seit 70 Jahren angehören. Neumann erhielt von Diözesanpräses Stefan Wissel, Sächerl und dessen Stellvertreterin Barbara Weismeier eine Urkunde und eine Kolping-Softshelljacke. Für 40 Jahre ehrten sie Thomas Bartmann, Jürgen Brunner, Norbert Busch, Roland Gallei, Georg Götz, Hans Liedtke, Harald Plank und Werner Weismeier mit Urkunden und Sweat-Jacken.

Peter Deinlein, Alfred Kick, Markus Lehner und Alexander Nickl blicken auf 25 Jahre zurück. Dafür gab es jeweils die Kolpingnadel in Silber. Neu schlossen sich Rita Heser und Philipp Köhler der Gemeinschaft an. Applaus gab es auch für die "Brückenbauer" unter der Leitung von Andrea Kick.

Die Kolpingband hatte sich hinter einem schwarzen Stoff versteckt und ließ Handpuppen aus Socken Lieder singen. Die "Sockis" hatten ein großes Repertoire mit dabei. Von Howard Carpendale bis Sportfreunde Stiller erfreuten sie die 80 Besucher im voll besetzten Gesellenhaus.

Diözesanpräses Wissel, der anlässlich des 125. Jubiläums der Kemnather Kolpingfamilie aus Regensburg gekommen war, freute sich über den Zusammenhalt in Kemnath. Hier hätten die "Alten" den Grundstock gelegt. Sie seien die festen Wurzeln. Die "gute Mitte" unterstütze alle, und der Nachwuchs bringe frischen Schwung und neue Ideen ein. In seinem Vortrag über Diktaturen in der heutigen Zeit stellter er fest, dass sich die Anzahl solcher Staaten drastisch erhöht habe. Das mache ihm Sorgen. In vielen Ländern Europas glaubten die Menschen nicht mehr an die Demokratie.

Sie seien sich vielfach nicht mehr bewusst, was es bedeutet, in einem demokratischen Land zu leben. Menschen, die nach Deutschland kommen, könnten es kaum glauben, dass sie das, was sie denken, auch frei sagen dürfen. Diese Freiheit gelte es zu verteidigen. Die Werte der Demokratie beruhten auf denen des Christentums. Aufgabe eines jeden Christen sollte es sein, Werte wie Gerechtigkeit, Freiheit und die Bedeutung der Familie zu beschützen, appellierte Stefan Wissel.

Süßes Gesellenhaus

Eigens für den Gedenktag hatte Konditormeister und Kolpingsbruder Markus Lehner Kolping-Lebkuchen kreiert, die er an alle Jubilare verschenkte. Ebenso backte er zum Jubiläum eine Schoko-Buttercremetorte, die das Gesellenhaus darstellte. Diese wurde beim gemütlichen Beisammensein zu Plätzchen, Glühwein und Kinderpunsch verspeist.
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