09.03.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Kreisobmann Ely Eibisch wirbt für Zusammenarbeit von Imkern und Landwirten Über Bienen austauschen

Werden Bienen krank oder gehen gar ganze Volker zugrunde, ist der vermeintlich Schuldige schnell gefunden. Doch Ely Eibisch wehrt sich beim Stammtisch der Kemnather Imker dagegen, die Landwirtschaft dabei unter Generalverdacht zu stellen.

Ely Eibisch. Bild: hrö
von Hans RöschProfil

Kötzersdorf. Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Ely Eibisch, sprach beim Imkerverein Kemnath über Bienen und moderne Landwirtschaft- und Blühflächen sowie Bienenweide. Wie er im Landgasthof Busch betonte, müsse den Bienenschäden auf den Grund gegangen werden. Unter der Leitung von BBV-Umweltpräsident Stefan Köhler habe der Bauernverband die Fachgruppe "Bienen - Insekten - Biodiversität" gegründet. In einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe soll 2019 der Austausch vor Ort zwischen Landwirten und Imkern gefördert werden.

Ebisch bedauerte, dass bei auftretenden Schäden oder Verlusten ganzer Bienenvölker oft der konventionellen Landwirtschaft und dem Einsatz von Pestiziden pauschal die Schuld zugeschoben werde. Dabei wäre es einfach, die Ursachen festzustellen: Das Julius-Kühn-Institut biete Imkern die kostenlose Untersuchung eingesandter Proben aus dem Bienenstock an. Bis zu 140 verschiedene Wirkstoffe könnten nachgewiesen werden.

Gerade im Herbst und Winter auftretende Schädigungen seien selten auf Pflanzenschutzmittel, sondern meist auf die Varroamilbe oder Viruserkrankungen zurückzuführen. Sollten Schäden durch Pestizide nach-gewiesen werden, sei der Nachweis wichtig, um Schadenersatz bei der Imkerversicherung zu beantragen.

Eibisch sprach das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm KULAP 2018 mit den möglichen Förderungen für bessere Lebensbedingungen der Bienen mit Blühstreifen, Gewässer- und Ackersteifen mit Bienenweidenmischungen, Wildsaatenmischungen und Streuobstmischungen an. Vorsitzender Andreas Schultes danke dem Kreisobmann für den Vortrag und die geplante Zusammenarbeit von Imkern und Landwirten. Unter Telefon 09234/1563 können rückstandfreie Mitteln gegen die Varroamilbe und Mittelwände für die geplante Sammelbestellung vorbestellt werden.

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