Lastzug der Kroatienhilfe kommt rechtzeitig an
Kartoffeln aus Kemnath am Ziel

Als der 205. Lastzug beladen war, waren nur noch Alois Wöhrl, Josef Raps, Rainer Liebal, Richard Pscherer, Norbert Götz und Klaus Fiebig (von links) anwesend. Der kroatische Fahrer Jadranko Krsco (Zweiter von links) brachte auch diesen Lkw sicher ans Ziel. Bild: jzk
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Kemnath
02.01.2017
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Die Hilfsgüter der Kroatienhilfe sind für die Bevölkerung im ehemaligen Jugoslawien immer noch dringend notwendig und dort sehr begehrt. Der 205. Lastzug ist rechtzeitig vor Weihnachten dort angekommen.

"Ziel der Organisatoren war, noch vor Weihnachten einen weiteren Transport mit vielen Kartoffeln und Hilfsgütern ans Ziel zu bringen", betonte Klaus Fiebig. Sie haben Wort gehalten. Rechtzeitig traf am 22. Dezember der Lkw der Kroatienhilfe im bosnischen Capljina ein.

"Auch wenn es knapp war, haben wir es doch geschafft", berichtete Richard Pscherer erleichtert. "Die Untersuchung der Kartoffeln wurde gerade rechtzeitig abgeschlossen", berichtete Klaus Fiebig. Alle Lebensmittel, die über EU-Grenzen gehen, brauchen zum Grenzübertritt ein Zeugnis. Darin muss bescheinigt werden, dass sie frei von Bakterien und Viren sind. Dazu werden Gemüse und Erde in entsprechenden Instituten untersucht. Und das kann dauern - diesmal knapp zwei Monate. Dann stellte die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft die benötigte Bescheinigung aus. "Ohne ist kein Transport möglich", weiß Fiebig.

Kartoffel, Rollator, Spiele

Nach zwei Tagen Fahrt kam der Lastzug am Ziel an. An Bord waren 14 Tonnen oberpfälzische Kartoffeln. 7,5 Tonnen hatte ein Landwirt den Kemnathern gespendet. Der Rest wurde dazu gekauft. Weil das Thermometer unter Null gesunken war, mussten sie mit weißem Styropor geschützt werden. Zusätzlich luden die Helfer wieder alle möglichen Gegenstände auf, die man in einem Haushalt braucht. Auch an Kinder haben die Kemnather gedacht und viele Spielsachen mitgeschickt.

Planung erleichtert Ablauf

Beim Entladen klappte alles wie am Schnürchen: Die Verantwortlichen des Wohltätigkeitsvereins und der Pfarrei Domanovici in Capljina hatten schon vorher festgelegt, wer die Hilfsgüter erhalten soll. Das Abladen dauerte rund vier Stunden. "So kurz vor Weihnachten hatten die Verantwortlichen in Capljina natürlich noch viel Arbeit mit dem Transport. Aber früher ging es einfach nicht", schmunzelt Richard Pscherer, als er vom Nachteil des Transportes berichtete.

"Ohne humanitäre Hilfe haben die Menschen keine Chance auf ein etwas besseres Leben", erklärt Fiebig. Die freiwilligen Helfer erleben in Bosnien nach wie vor Freude und große Dankbarkeit der Menschen über die Hilfsgüter, die im Alltag bitter notwendig sind. Hilfe vom Staat gebe es kaum.

SpendenDie Lkw-Transporte kosten viel Geld. Die Kroatienhilfe bittet daher um Spenden auf das Sparkassen-Konto der Hilfsorganisation:

IBAN: DE30 7535 0000 0000 0073 77

Vom Geld sollen vor allem wieder Kartoffeln und weitere Lebensmittel gekauft und transportiert werden. Bei Angabe der vollen Adresse wird eine Spendenquittung erstellt. (jzk)
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