06.07.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Neualbenreuther Zwio: Stawold-Mess in Armesberg-Kirche Lobpreis der Dreifaltigkeit

Neualbenreuth/Armesberg. (jzk) Volksmusikfreunde kamen voll auf ihre Kosten: In einem Gottesdienst in der Armesbergkirche brachte das Neualbenreuther Zwio die "Stawold-Mess" zu Gehör. Im Duett harmonierten die Stimmen von Franz Danhauser und Monika Kunz sehr gut. Die Sängerin begleitete die Gesänge auf ihrer Gitarre

Pfarrer Markus Bruckner bedankte sich bei Monika Kunz, Franz Danhauser und Johann Spörrer (von rechts), die die Aufführung der "Stawold-Mess" in der Dreifaltigkeitskirche auf dem Armesberg ermöglicht haben. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

.Nach dem Schlusslied "Da ganz Stawold mächt Di gröissn, Heiliche Dreifaltigkeit!" spendeten die Gottesdienstbesucher Beifall. Ermöglicht hat diese Aufführung der Pullenreuther Heimatdichter Johann Spörrer. Er wolle dem Schöpfer ein Denkmal setzen und verhindern, dass diese Messe in Vergessenheit gerät. Gedichtet und komponiert hat sie Wolfgang Kraus aus Haslbrunn. Unter all seinen Dichtungen und Kompositionen ist sie wohl sein größtes Werk. "Als besonderes Vermächtnis meines bisherigen langen Lebens betrachte ich diese Messe, die ich vor längerer Zeit geschrieben habe", notierte er kurz vor seinem Tod 2005 in seinem Notenheft. Sie solle meine Sicht der Dinge der Nachwelt übermitteln und sei ein Dank "für meine glückliche Heimkehr nach dem Krieg". Kraus wollte den bekannten Messen, wie etwa der "Bauernmesse" von Annette Thoma oder der "Waldlermesse" eine Nordoberpfälzer Messe zur Seite stellen. Sein Herzenswunsch war, dass sie auch nach seinem Ableben einen Platz in seiner Heimat behält. Um Aufführungen von Gesangsgruppen zu ermöglichen, wurden 2005 auf Initiative von Günther Zwick aus Kulmain und dem Heimatverein "Steinwaldia" Hefte Mit Text und Noten gedruckt.

Vor einigen Jahren regte Spörrer die Aufnahme einer CD in der Kleinen Kappl mit dem Neualbenreuther Zwio an. Die Aufnahmen von der "Stawald-Mess" erkaufte er nach dem Gottesdienst. Den Erlös übergab er Pfarrer Markus Bruckner zur Verwendung für die Armesbergkirche.

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