04.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Neuwahlen bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Wirbenz Bindeglied für Generationen

Mit verändertem Vorstand geht die Krieger- und Soldatenkameradschaft um Vorsitzenden Gernot Hammon in die nächste fünfjährige Amtsperiode. Der Höhepunkt wird 2020 die Feier des 125-jähriges Bestehens sein.

Kreisvorsitzender Thomas Semba (von links), Lothar Graf, Konrad Schindler, Klaus Lindner, Gerald Baumann, Norbert Schröter, Thomas Schindler, Vorsitzender Gernot Hammon und Bürgermeister Manfred Porsch. Bild: hai
von Autor HAIProfil

Wirbenz. Mit neuen Gesichtern und einer Rochade in den Ämtern geht die Kameradschaft die Herausforderungen der kommenden Jahre an. Sie gehört neben der evangelischen Kirchengemeinde, der Feuerwehr und dem Männergesangverein zu den tragenden Säulen Ortsteile Wirbenz und Teufelhammer. Noch einmal ließ sich Vorsitzender Gernot Hammon überreden für den Vorsitz zu kandidieren. Seit 2001 steht der Oberstleutnant a.D. an der Spitze der Kameradschaft. Die Versammlung sprach ihm zum fünften Mal das Vertrauen aus. Für Fritz Tanner rückt als neuer stellvertretender Vorsitzender der bisherige Kassier Norbert Schröter nach. Er gilt als möglicher Nachfolger für Hammon. Auf das Amt des dritten Vorsitzenden, das Florian Wallor bekleidete, wurde verzichtet. Die Finanzen liegen künftig in den Händen von den Kassieren Markus Lindner und Gerald Baumann. Bestätigt wurde Klaus Lindner als erster Schriftführer. Er wird künftig von Lothar Graf vertreten. Neben Konrad Schindler wird Thomas Schindler die Rechnungsprüfung übernehmen. Fahnenträgern sind Werner Dollhopf, Gerald Baumann und Otto Dollhopf. Zudem sind die Kanoniere Erich Schindler und Fritz Schindler im Vorstand. Dem Festausschuss gehören Norbert Schröter, Klaus und Markus Lindner, Florian Wallor an.

Neben den Neuwahlen zog die Kameradschaft in der Jahreshauptversammlung auch Bilanz. Zum abgelaufen Vereinsjahr stellten Hammon und Schriftführer Lindner die erfolgreiche Organisation des Faschingstanzes mit Pressack-Versteigerungen und des Johannisfeuers in den Mittelpunkt Berichts. Das Sonnwendfeuer sei aus Sicherheitsgründen von der Anhöhe von Teufelhammer in das Dorf auf "Lindners Partymeile" verlegt worden. Dies habe der Gemütlichkeit und dem Erlös aber keinerlei Abbruch getan, betonte Hammon. In der anschließenden Diskussion wurden die Vor- und Nachteile der Standorte diskutiert. Welcher Standort es in den kommenden Jahren sein wird, werde der Vorstand noch entscheiden. In gewohnt würdiger Form wurde der Volkstrauertag gefeiert. Aufgrund der Kirchensanierung wurde auf das Gemeindehaus ausgewichen. Die Kanone sei vom Beschussamt für weitere fünf Jahre freigegeben worden, so Hammon weiter. Bei dem Festbesuchen wünschte er sich eine etwas stärkere Beteiligung. Kassier Norbert Schröter konnte von einem kleinen Zuwachs berichten.

"Ihr macht einen guten Job und erfüllt einen wichtigen Auftrag", so Bürgermeister Manfred Porsch. Der Verein sei Bindeglied zwischen der jungen und älteren Generation. Der Verein sei fest verankert im Dorf und bereichere das gesellschaftliche Leben. Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen sei vorzüglich, lobte er. Als "rührige , fleißige und treue Kameradschaft" würdigte Kreisvorsitzender Thomas Semba die Kameradschaft. Frieden werde zu oft, zu schnell und von zu vielen als selbst verständlich angesehen. Er lud für den 27. April zur Kreisversammlung in Mehlmeisel ein.Wirbenz. Was Vorsitzender Gernot Hammon über die Situation der Bundeswehr von einer dreitägigen Bundeswehrfachtagung mit Politikern und Generälen in Berg bei Neumarkt mitbrachte, sorgte für erstaunte Gesichter. Dort sei zum einen die Misere der Bundeswehr diskutiert worden, berichtete er. Ausbilder und 15000 bis 25000 aktive Soldaten fehlen. "Die Bundeswehr kann schlichtweg nicht genug Personal, nicht genug Ungediente für Einsätze und Landesverteidigung bereit stellen." Händeringend sei von den anwesenden Politikern und Generälen nach Lösungswegen gesucht worden. Als eine der künftigen Strategien wurde erwogen, Reservisten in die Ausbildung einzubeziehen. Hammon sah dieses Ansinnen sehr skeptisch. Die Reservisten seien seit zehn bis 15 Jahren aus dem Geschäft. "Da müssen wir ja erst die künftigen Ausbilder auf neuesten Stand bringen, dass diese überhaupt ausbilden können." Doch die Politiker und Generäle, die da gewesen seien, meinen das sehr ernst, betonte Hammon.

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