Pfarrer Heribert Stretz feiert Gottesdienst zum Kapellenfest in Guttenberg
Sich selbst verschenken

Vor dem Gotteshaus zelebrierte Pfarrer Heribert Stretz den Gottesdienst zum Kapellenfest. Bild: hl
Vermischtes
Kemnath
07.07.2017
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Im Leben und in der Familie geht es laut Pfarrer Heribert Stretz im Prinzip nur um fünf Worte. Welche das sind, erläutert er beim Kapellenfest in der ehemaligen Gemeinde Guttenberg.

Guttenberg. Feuerwehr und Bewohner feierten bei herrlichem Wetter. Nach dem Auftakt mit den "Gounwerker Lumpen", einer Band bestehend aus Jugendlichen des Ortes, folgte zwei Tage später der Festgottesdienst bei der Kapelle, die dem heiligen Bischof Ulrich geweiht ist.

Angeführt von einem Trommler, trafen die Vereine mit Stretz und den Ministranten dort ein. In seiner Predigt ging der Seelsorger auf das Evangelium vom 13. Sonntag im Jahreskreis ein, das sich ums Verlieren und Gewinnen drehe. Jesu Aufforderung, das eigene Leben zu "verlieren" beschränke sich nicht auf das Martyrium, sondern sei das Grundgesetz christlichen Lebens.

"Wir leben in unserem Land in größter Freiheit und können uns, ohne Nachteile zu befürchten, frei äußern, den Glauben frei ausüben und bekennen." Jesu Sendung weiterzutragen, sei dennoch nicht leicht. Viele machten sich heute gern zum Mittelpunkt ihres Lebens und fragten sich zuerst: Was möchte ich? Jesus aber sage: Wer das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

Im Dienst am Nächsten, verliere man sich selbst und finde das Leben, erklärte Stretz. Wer sich selbst verschenke, in dem wachse das Leben. Die Gebote Jesu zielten alle hin auf die Liebe zu Gott und zum Nächsten. "Wenn wir sie befolgen, kommen wir nicht zu kurz, sondern finden das Leben in Fülle."

Der heilige Bischof Ulrich habe sich ganz für die andern eingesetzt. Er habe den Glauben verteidigt gegen Angriffe von außen. Er hatte Anteil am Sieg von König Otto I. über die Ungarn bei der Schlacht auf dem Lechfeld 955. Dadurch konnte Frieden einkehren, erläuterte der Pfarrer.

Der heute vorherrschende Egoismus, bedrohe auch die Familien. Dagegen helfen laut Stretz drei Schlüsselworte, die Papst Franziskus in Amoris laetitia betont: "Danke", "Entschuldige" und "Darf ich?". Sie sorgten in einer Familie für Frieden und Freude.

Zum Abschluss des Festgottesdienstes würdigte Stretz Christoph Dumler, der die Lieder am Keyboard begleitete, Magdalena Dumler für die Lesung und Fürbitten, Harald König für den Mesnerdienst, Trommler Moritz Schraml sowie die acht Ministranten aus Guttenberg und Schweißenreuth. Wehrvorsitzender Hans Reindl dankte Stretz für den würdevollen Gottesdienst und den Vereinen mit Fahnenabordnungen für die Teilnahme. Er lud dann zum Frühschoppen auf dem Dorfplatz ein. Am Nachmittag boten die Damen Kaffee, Kuchen und Torten an. Für die Kinder waren bis zum Abend verschiedene Aktionen vorbereitet.
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