Rettungsübung der Wasserwacht Kemnath gibt Zuschauern praktische Tipps
Wasserwacht wagt sich bei Übung auf dünnes Eis

Eisrettung fordert rasches Handeln. Die dunklen Flecken im Eis warnen vor Schwachstellen. Hier ist die Eisdecke durch Strömung besonders dünn.
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Kemnath
05.03.2018
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Der Eisschlitten der Wasserwacht Kemnath mit ihrer Schnellen Eingreifgruppe (SEG) stand am Sonntag im Mittelpunkt einer Übung am Stadtweiher. Viele Spaziergänger wollten nicht nur den Rettungsschwimmern bei der Ausbildung zusehen, sondern sich auch über die Gefahren auf dem Eis informieren. Eine Schautafel zeigte, wie man sich bei einem Einbruch selbst zu verhalten hat, wie Hilfe geleistet werden kann und wie gerettete Personen zu versorgen sind. Eile ist immer geboten, um gesundheitliche Schäden durch Unterkühlung zu vermeiden. Eines sollte immer beachtet werden: "Reiche einem Eingebrochenen niemals die Hand - nimm einen Gegenstand". Laut Technischem Leiter Kai Wolf ist es sehr wichtig, vor dem Betreten die Tragfähigkeit einer Eisfläche richtig einzuschätzen. Deren Dicke (mindestens zehn Zentimeter) alleine sei aber nicht aussagekräftig. Entscheidend seien Temperatur und die Beschaffenheit einer Eisfläche. Eingeschlossene Gasbläschen von Pflanzen oder Schlamm könnten Eis porös machen. Bei Einbruchgefahr gelte, sich flach aufs Eis zu legen. Bei stehendem Gewässer sei es aufgrund der Bodenwärme oder warmen Zuflüssen am Ufer besonders schwach. Beim Stadtweiher war es besonders beim Einlauf des Schirnitzbachs der Fall. Dort konnte ganz leicht das Loch für die Rettungsübung geschlagen werden. Bild: bkr

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