Sechstklässler entdecken in Gemeinschaftsprojekt mit Holzklötzchen eigene Stärken
Ganze Stadt in fünf Stunden

Michael Keim und Klassenlehrer Thomas Seitz (stehend von links) unterstützten die "Baumeister" während des Projekts. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
19.05.2017
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(jzk) Bei einem Projekt der Ganztagesklasse 6 b der Mittelschule treffen spielerische Elemente und handlungsorientierte Lerninhalte aufeinander. Herauskommt eine ganze Stadt

"Wir bauen uns unsere eigene Stadt" war die Vorgabe für die Mädchen und Buben. Dazu hatte Klassenlehrer Thomas Seitz den Erlebnispädagogen Michael Keim von der Firma Main Connect in Königsberg eingeladen. Für das erlebnispädagogische Projekt "Gemeinsam begreifen, handeln und lernen" schleppte er mehrere Kisten mit verschiedenen Holzbausteinen, Parketthölzern und Klötzchen sowie bunten Materialien zum Dekorieren in die Turnhalle. In Gruppen sollten die Schüler kreativ miteinander agieren. Schnell wurden die Kinder zu Baumeistern, die sich mit Begeisterung ans Werk machten.

Zuerst galt es festzulegen, welchen Teil der Stadt sie aus den Holzklötzchen bauen wollten: Turnhalle, Fernsehturm, Fahrrad-Parcours, Stadion, Bürgerhaus oder ein anderes Gebäude. Jede Gruppe sollte ein typisches Bauwerk planen und die Vorlage beim Bauen praktisch umsetzen. Dabei konnten die Schüler ihre eigene Stärken und Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln. Durch Ausprobieren und Experimentieren sollten sie ein Gemeinschaftsprojekt gestalten, Grenzen überwinden, kreativ sein und aus Fehlern lernen. Interaktion, Freude und Begeisterung sollte eine Motivation sein, die zum Erfolg führt. Spaß machte die Aktion natürlich auch.

Aus einem Berg von unscheinbaren Holzplättchen konstruierten die Sechstklässler in fünf Schulstunden ihre eigene Lebens- und Erfahrungswelt. Hier konnten auch Schüler etwas leisten, die in den Schulfächern eher zu dem Leistungsschwachen gehören. Im Laufe des Vormittags erwarben die Jugendlichen Kompetenzen, die ihnen nicht nur in der Schule, sondern auch später im Berufsleben sehr zugute kommen.

Bei der abschließenden "Stadtführung" dufte jede Gruppe den Mitschülern ihr Gebäude vorstellen. Dabei bekamen sie durch gezielte Fragen des Projektleiters Gelegenheit zum Rückbesinnen und Nachdenken über ihren erfolgreichen Lernprozess. Finanziert hat das Schulprojekt die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi), die für die Mittagsbetreuung der Ganztagesklasse zuständig ist.
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