04.04.2018 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Selbstverteidgungskurs im Familienzentrum Mittendrin Angreifer Paroli bieten

"Die Zahl der gewalttätigen Angriffe steigt", erklärte Andreas Fachtan. Opfer seien nicht nur Männer und Frauen, sondern auch Kinder und ältere Menschen. Jessika Wöhrl-Neuber hatte den Personaltrainer für Gewaltprävention und Selbstverteidigung für einen Selbstverteidigungskurs für Männer und Frauen ab 14 Jahren gewonnen.

Beim Selbstverteidigungskurs zeigte Personaltrainer Andreas Fachtan den Teilnehmerinnen, wie sie einen tätlichen Angriff wirksam abwehren können. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Die Spannweite der Attacken reicht von Nichtbeachtung, unbedachten Äußerungen über Beleidigungen, Mobbing und Körperverletzung bis hin zu schwersten Gewaltverbrechen. Dabei ist jedoch immer die Ausübung von Macht das Ziel des Täters. "Die weit überwiegende Anzahl solcher Angriffe wird nicht von Fremden, sondern von Bekannten verübt", gab Fachtan zu bedenken. Dem Angreifer Grenzen aufzuzeigen, sei das oberste Gebot. Dem Gegenüber müsse klar signalisiert werden: "Halt, bis hierher und nicht weiter."

Zuerst ging es bei diesem Einsteigerkurs um Formen nicht-physischer Gewalt wie virtuelles Mobbing oder situationsbedingtes Ausgrenzen. Dann besprach Fachtan Formen von physischer Gewalt wie Bullying, Überfälle und spontane Gewaltausübungen. Dabei hielt er sich aber nicht lange bei der Theorie auf. Körpersprache, Mimik, Gestik und verbale Verteidigung waren die Stichpunkte bei der Vermeidung kritischer Situationen. Beim Szenariotraining erhielten die Teilnehmer Tipps, wie sie Angreifern auf dem Arbeitsplatz, auf Partys, Ausflügen, in der Disco oder im Urlaub verbal und physisch Paroli bieten können. Mit seiner Ehefrau machte Fachtan Übungen vor.

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