Stephan Hautmann präsentiert neue Wanderkarte für den Heimat- und Kulturverein Waldeck
Sehenswertes auf einen Blick

Stephan Hautmann zeigte einen Entwurf für die neue Wanderkarte, der bei den Mitgliedern des Heimat- und Kulturvereins auf große Zustimmung stieß. Bilder: hl (2)
Vermischtes
Kemnath
30.01.2018
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So groß würde Wanderwart Uwe Schimpf den Verein und dessen Wanderweg gerne auch in überregionalen Publikationen sehen.

Über 50 Kilometer Wanderwege betreut Uwe Schimpf auf dem Gebiet des Heimat- und Kulturvereins (HuK). Was er dort während seiner Tätigkeit sieht, bereitet ihm nicht nur Freude.

Waldeck. Zu den Wegen gehört auch der Zubringer zum Goldsteig, der nur auf naturbelassenen Strecken verläuft. Es sei nicht hinnehmbar, ebenso wie beim Abschnitt zur Burgruine hinauf, dass dieser rücksichtslos von Mountainbikern benutzt werde, kritisierte Uwe Schimpf in der Jahreshauptversammlung. Außerdem seien immer wieder Beschädigungen an Markierungen festzustellen, die Pfähle würden zunehmend mit Aufklebern verschandelt.

Sorgen bereiten dem Wanderwart auch die Hinterlassenschaften von Schafen und Ziegen bei der Ruine und der Ägidiuskapelle. Das hinterlasse nicht unbedingt einen schönen Eindruck bei den Besuchern des Schlossberges, meinte der Redner.

Sehr erfreulich sei die Resonanz am Tag des europäischen Denkmals gewesen, den sehr viele Besucher nutzten, um sich ein Bild von den Arbeiten an der Burgruine zu machen. Prinzipiell sieht Schimpf den HuK, dessen Wanderwege und die Burgruine in überörtlichen Schriften und Darstellungen etwas unterrepräsentiert. Als Beispiel nannte er die Veröffentlichung zu "Zehn Jahre Goldsteig". Dabei sei der HuK der erste Verein gewesen, der einen Zubringerweg dorthin angelegt habe.

Seinem Mitarbeiter Stephan Hautmann sagte Schimpf einen besonderen Dank. Er hat mit Thomas Stingl eine Wanderkarte speziell für den HuK erstellt. Diese Tafeln, die auf dem neuesten Stand sind, stellte Hautmann der Versammlung als Vorschlag vor. Sie sollen später an markanten Stellen aufgestellt werden. Die Anwesenden waren von dem Vorschlag begeistert. Er enthalte endlich alles, was für Wanderer in Waldeck und Umgebung inklusive Kemnath, Kuhberg und Steinwald wichtig ist.

Vorsitzender Georg Wagner stellte die Vorhaben 2018 vor. So soll der Ostturm ausgegraben und saniert werden. Das Ingenieurbüro ALS erstellt einen Entwurf und einen Kostenvoranschlag, der dem Denkmalamt zur Genehmigung vorgelegt wird. Wie Bürgermeister Werner Nickl mitgeteilt hat, könnte heuer zumindest teilweise die Sanierung der Keller angegangen werden. Vorgesehen sind ferner das Maibaumaufstellen und Brunnenfest sowie in der Burgkapelle St. Ägidius am 23. eine Maiandacht und am 25. August ein Gottesdienst. Am 8. September nimmt der HuK mit der Jungen Union am Ferienprogramm der Stadt teil. Außerdem wird die Elektroinstallation auf dem Schlossberg weitergeführt.

Im Frühjahr müssten die äußeren Fenster im Alten Schulhaus repariert und gestrichen werden, meinte Wagner. Das Material stelle die Stadt. Nickl sei vorgeschlagen worden, auf dem Schlossberg eine Webcam zu installieren, ähnlich wie bei der Glasschleif oder im Waldhaus im Steinwald.

Schließlich dankte der Vorsitzende allen Spendern und Mitarbeitern, die immer wieder auf der Ruine im Einsatz sind. Besonders hob er Franz Horn hervor. Die Feuerwehr und das Rote Kreuz würdigte Wagner für die Sicherheit bei den Theateraufführungen. Auch ging ein Dank an die Firma Heindl Kamin, die für den Fahrdienst bei den Veranstaltungen auf dem Schlossberg ihr Fahrzeug zur Verfügung stellt, dem Bürgermeister, den Stadträten, der Verwaltung und dem Bauhof.

Ein gut funktionierender Verein benötige einen guten Vorstand, in dem sich jeder zu 100 Prozent einsetze, erklärte Wagner. Einen Dank sprach er auch seiner Familie aus, die immer zur Stelle sei, wenn sie gebraucht werde. Im Laufe des Abends trug Christa Vogl einige Geschichten aus ihrem neuen Buch vor.
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