21.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Thea Rohde feiert ihren 90. Geburtstag im Haus Falkenstein Als Näherin gefragt

"Meine Mutter ist leider kurz vor ihrem 90. Geburtstag gestorben", erinnerte sich Thea Rohde bei ihrer Geburtstagsfeier. Sie freute sich, dass sie am Montag im Haus Falkenstein bei recht guter Gesundheit selbst ihren 90. feiern konnte. Heimleiterin Claudia Heier dankte ihr für die sehr aktive Mitarbeit im Heimbeirat und für wirtschaftliche Tätigkeiten in der Einrichtung. Geschenke überreichte zweiter Bürgermeister Hermann Schraml.

Heimleiterin Claudia Heier, zweiter Bürgermeister Hermann Schraml (von links) und mehrere Familienmitglieder gratulierten Thea Rohde (vorne mit Princess, dem Hündchen ihrer Enkeltochter Birgit) zum 90. Geburtstag. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Zur Welt kam Rohde am 19. Februar 1928 in Oberwappenöst als Tochter von Anton und Margarethe König. Mit zwei jüngeren Brüdern wuchs sie dort auf. Nach dem Besuch der Volksschulen in Oberwappenöst, Neusteinreuth und Burkhardsreuth lernte sie in Landshut drei Jahre lang Damenschneiderin. Mit Stolz zeigte sie ihren Geburtstagsgästen ihren Lehrbrief und ihr sehr gutes Prüfungszeugnis, beides ausgestellt im November 1945. Später arbeitete sie 26 Jahre lang in der Porzellanfabrik Rosenthal in Speichersdorf.

Ihren Ehemann, den Maschinenschlosser Gerhard Rohde, lernte sie in Landshut kennen. Gleich nach der standesamtliche Trauung am 10. Februar 1947 in Burkhardsreuth segnete der damalige Pfarrer Richard Bauer in der Kirche St. Jakobus den Ehebund. Eine Wohnung hatte das Paar schon seit 1940 in Trabitz. Die Familie machten Tochter Brigitta und der vor zwei Jahren verstorbene Sohn Günther komplett. "Ein großer Urlaub war für uns nicht drin", bedauerte die Jubilarin, "aber mit der Firma Meisl in Krummennaab unternahm ich mit meinem Mann immer wieder mehrtägige Ausflugsfahrten." Sein Tod am 1. November 1993 im Alter von 74 Jahren war ein schwerer Schicksalsschlag für sie und die ganze Familie.

Thea Rohde hat ihren Beruf zum Hobby gemacht. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg war sie als geschickte Näherin gefragt. "Ich änderte Kleidung um und half mit meinen Näharbeiten den Mitmenschen, wo ich nur konnte." Zu der großen Familie gehören inzwischen elf Enkel- und zehn Urenkelkinder. Die rüstige Jubilarin freut sich schon auf das gemütliche Kaffeetrinken im Kreise der Familie, zu dem sie am Samstag in den Innenhof des Seniorenzentrums eingeladen hat.

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