12.03.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Vereinsehrungen bei der Feuerwehr Kemnath Keiner unter 40 Jahren

Um insgesamt auf 510 Jahre Mitgliedschaft zu kommen, braucht es bei der Feuerwehr nicht vieler Jubilare. Es reichen diesmal zehn, denen Roman Schäffler in der Jahreshauptversammlung dankte.

Bürgermeister Werner Nickl, Vorsitzender Roman Schäffler und Kommandant Peter Denz (hinten von links) dankten Hans Vogel junior, Josef Ponnath, Lothar Schwemmer und Albert Weichs (vorne von links) für ihre Treue zur Feuerwehr. Bild: mde
von Michael DenzProfil

Der Vorsitzende zeichnete Hans Vogel junior für 40 Jahre, Josef Ponnath für 50 Jahre sowie Lothar Schwemmer und Albert Weichs für 60 Jahre Treue aus. Ebenso dankte Schäffler Walter Sollfrank und Fritz Leicht für 40 Jahre Zugehörigkeit, für 50 Jahre Otto Beck und Hans Liedtke sowie für 60 Jahre Günther Walter und Adolf Meister. Da sie verhindert waren, werden ihnen die Ehrungen samt Urkunde und Präsentkorb nachgereicht.

Bürgermeister Werner Nickl würdigte die Jubilare im Namen der Stadt für ihren Einsatz. Auch zeigte er sich erstaunt über die Aktivitäten im Verein und aktiven Dienst. Einen Höhepunkt habe die Wehr mit der Kolpingfamilie mit ihrer gemeinsamen Jubiläumsfeier gesetzt. "Gelebte Integration" sei die Aufnahme des jungen syrischen Flüchtlings in die Feuerwehr. Eine funktionierende Partnerschaft bestehe mit den Brandschützern im tschechischen Nepomuk.

"Das Ehrenamt Feuerwehr lebt von der Begeisterung und Überzeugung der Menschen", meinte Nickl im Gegensatz zu Kommandant Peter Denz. Dieser hatte gefordert, dieses wichtige Ehrenamt besser zu fördern, ehe es immer weniger Menschen werden, die anderen in der Not helfen und "das Freiwilligensystem den Bach runter geht". Der Bürgermeister gestand aber, dass es immer schwieriger werde, in einer überreizten Gesellschaft junge Leute für etwas zu begeistern. Zudem baue man dem "Ehrenamt so manche politischen und rechtlichen Hürden auf". "Wenn die Feuerwehr was macht, dann macht sie's gscheit", ist Nickl überzeugt. Nicht umsonst sei die Kemnather Wehr für den Erhalt eines neuen Katastrophenschutzfahrzeuges ausgewählt worden. Das neue Fahrzeug spare der Stadtkasse viel Geld, das auch der Feuerwehr wieder zu Gute komme.

Nickl hat ebenfalls erkannt, dass bei den Fahrzeughallen und den Räumlichkeiten im Gerätehaus, die in die Jahre gekommen sind, etwas gemacht werden muss. "Es müsse der optimalste Weg gefunden und auch der Stand der Technik gehalten werden." Nickls Dank galt allen Aktiven, die ihre Zeit für Übungen, Einsätze und Kameradschaft einsetzen.

Beim Nofi-Lauf am 24. Mai in Kemnath werden rund 6000 Läufer erwartet. Auch hier werde man alle städtischen Feuerwehren und noch weitere brauchen. Auch wünschte sich der Rathauschef, dass die Feuerwehr wieder den Maibaum auf dem Stadtplatz aufstellt.

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