22.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Vorsitzender Roman Schäffler zieht in Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kemnath Bilanz Kicker, Kunst und Kameradschaft

Ein besonderes Geschenk haben sich die Patenvereine für das 150. Jubiläum der Feuerwehr Kemnath einfallen lassen. Vor zwei Jahren überreichen sie den Brandschützern ein Modell einer Skulptur, die vor dem Feuerwehrhaus einen Platz finden sollte. Doch noch ist die Grünfläche leer.

Roman Schäffler. Bild: mde
von Michael DenzProfil

( mde) Grund ist nach eineinhalb Jahren der Rückzug des Künstlers, der für die Gestaltung und den Bau des Skulptur eigentlich bereits zugesagt hatte. Doch aufgrund Problemen bei der technischen Umsetzung könne das "Schläuche"-Projekt nicht verwirklicht werden, berichtete Wehrvorsitzender Roman Schäffler in der Jahreshauptversammlung. Derzeit befinde man sich deshalb in der Planung, wie dort ein "besonderes und ehrendes Erinnerungsgeschenk" platzieren werden könnte.

Das Vereinsleben war auch 2017 wieder stark von vielen Aktivitäten, Ausflügen, Besuchen, Veranstaltungen, aber auch von viel Arbeitsaufwand und enormem Teamgeist geprägt. So erinnerte Schäffler nach dem Totengedenken, vor allem für Ehrenvorsitzenden Werner Schneider, an vier Vorstandssitzungen und Dutzende Vorbesprechungen und die Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes. Abordnungen besuchten insgesamt 16 Feste anderer Wehren und Vereine. Auch am Neujahrsempfang, der Fronleichnamsprozession und dem Volkstrauertag nahm man teil.

Neben dem traditionellen Emmausgang und dem gemeinsamen Wiesenfestbesuch standen das Maibaumaufstellen, das dritte Sommerfest, Ausflug nach Prag, Busfahrt zum Weihnachtsmarkt "Gut Wolfgangshof" sowie die Weihnachtsfeier mit Fackelwanderung. Mit dem alten Tanklöschfahrzeug fuhr die Wehr zu einem Oldtimertreffen. Gratulationen galten Kommandant Peter Denz zum 50., zwei Mitgliedern zum 70. und je einem Mitglied zum 75., 80. und 85. Geburtstag.

Als Erfolg werte der Vorsitzende die 1. Kemnather Stadtmeisterschaft im Tischkickern mit 13 Mannschaften, weshalb es in diesem Jahr eine Neuauflage geben wird. Die Aufnahme von zwei syrischen Flüchtlingen Ende 2016 sei dagegen nicht vom Erfolg gekrönt gewesen, bedauerte der Redner. Die Sprachbarriere, fehlendes Interesse und "der große Aufgabenkatalog in einer Feuerwehr" nannte er hierfür als Gründe.

Die Mitgliedergewinnung bei der Jugend- sowie Kinderfeuerwehr stehe ganz oben mit auf der Agenda. Der Vorsitzende wünschte sich, dass sich nicht nur die Aktiven, die stark in die "öffentliche Einrichtung Feuerwehr eingebunden sind", im Feuerwehrverein besser engagieren. "Der Dienst am Nächsten und die Hilfsbereitschaft steht bei uns zum Glück ganz oben an. Das bedeutet Feuerwehr und das prägt uns."

Der dreitägige Vereinsausflug in diesem Jahr führt nach Südtirol. "Binnen 30 Stunden waren mehr als die Hälfte der Plätze vergeben.", freut sich Schäffler über den Zuspruch. Daraufhin habe er weitere Plätze in einer benachbarten Unterkunft gebucht. Geplant sei zudem ein Ausflug für Jugendliche und Kinder außerhalb der Sommerferien, da in der schulfreien Zeit das Angebot generell sehr groß sei. Ebenso soll es im neuen Jahr ein Konzept für eine neue Webseite geben.

Das Sommerfest am vierten Juli-Wochenende hat gleich mehrere Höhepunkte. Am Samstag, 21. Juli, ist die Einweihung des Versorgungs-Lastkraftwagens. Im Anschluss daran wird es beim Sommernachtsfest mit der Live-Band "Farmers Five" heiß hergehen. Das Sommerfest mit Frühschoppen, Mittagstisch, Fahrzeugausstellung und vielen weiteren Attraktionen findet am Sonntag, 22. Juli, statt.

Vor der Jahreshauptversammlung hatten die Brandschützer einen Gedenkgottesdienst in der Stadtpfarrkirche besucht. "Vielen Menschen wird der wichtige Dienst, welchen die Feuerwehrleute jeden Tag und zu jeder Zeit leisten, erst bewusst, wenn sie auf deren Hilfe angewiesen sind", erklärte Stadtpfarrer Konrad Amschl. Im Dienst am Nächsten brächten sie ihr eigenes Leben in Gefahr, um Mitmenschen in allen Notlagen zur Hilfe eilen.

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