10.11.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Vorstellung der Ideen für die Dorferneurung in Löschwitz und Kaibitz Treffpunkt gemeinsamer Wunsch

Bürgermeister Werner Nickl spricht von einer einmaligen Chance, Löschwitz und Kaibitz für nachkommende Generationen zukunftsfähig und attraktiv zu machen. Welche Bedeutung auch die Bürger der Dorferneuerung zuschreiben, zeigt sich im Besuch einer Informationsveranstaltung.

Für das Thema „Dorferneuerung in Löschwitz und Kaibitz“ interessierten sich viele Dorfbewohner.
von Josef ZaglmannProfil

Löschwitz. Das Feuerwehrhaus war restlos gefüllt, vereinzelt gab es nur noch Stehplätze. Bürgermeister Werner Nickl hatte eingeladen, um die Ergebnisse des Workshops zum Thema "Dorferneuerung Löschwitz/Kaibitz" unter Leitung von Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) vorzustellen.

Diese habe von den 25 Teilnehmern aus beiden Ortschaften bewusst auch visionäre Wünsche eingefordert, denn nur so komme man zu neuen Lösungen, die im Anschluss alltagstauglich gemacht werden müssten, erklärte der Rathauschef. Die Maßnahme sei langfristig angelegt und laufe über 10 bis 15 Jahre. Wichtig sei, dass die Dorfbewohner hinter der Sache stehen und dies in gemeinsamen Initiativen immer wieder zeigen. Im Stadtrat sei die Dorferneuerung vorgestellt, diskutiert und beschlossen. Nun müsse der Antrag gestellt werden, um ins Förderprogramm aufgenommen zu werden.

Die Sprecher des Workshops, Florian Trassl und Erwin Lottes, präsentierten die Ergebnisse des Workshops. Die Teilnehmer hätten sich dort zunächst eines von mehreren aufgelegten Fotos aussuchen und ihre Wahl erläutern sollen. Auch die Erwartungen an das Seminar waren gefragt. Schnell stellte sich heraus, wo der Schuh drückt. Im Vordergrund stand für die alle die Dorfgemeinschaft. Dazu brauche es Räume und Plätze für Treffen. Auch der Leerstand einiger Gebäude mit fortlaufenden Verfall war ein wichtiges Thema.

In einer ersten Gruppenarbeiten sollten laut Lottes und Trassl die wesentlichen Veränderungen der Ortschaften seit dem Jahr 2000 herausgearbeitet werden. In Löschwitz zeigte sich ein starker Wandel von Landwirtschaft zu reinen Wohngebieten. Mit der Schließung der Diskothek Santana gebe es für die Jugend keinen öffentlichen Treffpunkt mehr. Insgesamt sei eine Verschlechterung der Infrastruktur festzustellen. Mehr Kinder in den Ortschaften Löschwitz und Kaibitz als positive Entwicklung geben Anlass, in die Zukunft zu investieren.

Am zweiten Seminartag sollten Maßnahmen bis 2030 konkreter definiert werden. Heraus kamen Punkte wie die Entschärfung der Löschwitzer Ortseinfahrt, ein Fuß- und Radweg von Löschwitz nach Kaibitz, die Verkehrsberuhigung der Löschwitzer Ortsdurchfahrt und sichere Gehwege. Gleichzeitig solle der Schwerlastverkehrs aus dem Ort verbannt und nur noch für ansässige Landwirte frei sein. Auch der Dorfanger müsse ein neues Gesicht bekommen. In Kaibitz waren die Schwerpunkte ein neu gestalteter Dorf- und Spielplatz sowie freie Zufahrt zu den Grundstücken. Der Ort brauche eine Verkehrsberuhigung und zeitgemäße Laternen. Beiden Orten war daran gelegen, Leerstand zu beseitigen und Räume für die Gemeinschaft zu schaffen.

In der anschließenden Frage-Antwortrunde in der Bürgerversammlung ging es um das weitere Prozedere der Dorferneuerung und um weitere Anregungen der Anwesenden. Vor allem die Kosten für Stadt und Bewohner mussten geklärt werden. Nickl stellte klar, dass Maßnahmen wie ein Verbindungsweg von Löschwitz nach Kaibitz von Stadt und ALE finanziert werden. Ortsstraßen und Gehwege hingegen müssten umgelegt werden.

Ely Eibisch fügte hinzu, dass durch die Ortserneuerung keine extra Kosten entstehen, vielmehr könne durch Bündelung der Vorhaben und durch Zuschüsse der Eigenanteil für Maßnahmen, die auch ohne Dorferneuerung notwendig sind, verringert werden. Wichtig sei auch die Möglichkeit für Privathaushalte, sich von Experten beraten zu lassen und eine Förderung in Anspruch zu nehmen.

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