24.05.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Waldecker feiern Patrozinium ihrer Pfarrkirche Heiliger Geist als Wegweiser

Dem Herrn kommt es darauf an unter den Menschen zu bleiben, damit diese durch den Heiligen Geist seine Botschaft weitertragen. Warum Kirchenpatron Johannes Nepomuk hier ein Vorbild ist, erläutert Pfarrer Heribert Stretz in seiner Predigt zum Patrozinium.

Ministranten und die Blaskapelle Waldeck führten die Prozession durch den Unteren und Oberen Markt an. Bild: hl
von Hans LukasProfil

Waldeck. Darin ging er auf die Lesung aus der Apostelgeschichte ein, nach der die Verfolgung der ersten Christen Anlass für die weitere Ausbreitung des christlichen Glaubens war. Jene, die aus Jerusalem geflohen sind, seien woanders zu Zeugen des Evangeliums geworden. Als Beispiel nannte Stretz Diakon Philippus, der in der Hauptstadt Samariens Christus verkündete. Daraufhin habe Gott unreine Geister ausgetrieben und viele Lahme sowie Verkrüppelte geheilt. Es sei nachvollziehbar, dass sich viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus bekehrten und sich taufen ließen.

Für die Menschen heute heiße dies, dass wir den Glauben an Jesus im Herzen tragen. Er sei von den Eltern und in den Familien vorgelebt worden, erklärte der Pfarrer. Grundlegend seien die Taufe, das Gebet in der Familie, das Lesen nach der Heiligen Schrift und die religiöse Weiterbildung. Neben dem Empfang des Bußsakraments, der Eucharistie und der Firmung sei die regelmäßige Mitfeier der Messe ein wesentlicher Bestandteil des Glaubens.

Der Heilige Geist sei auch in der Kirche unserer Tage gegenwärtig. Ganz von ihm erfüllt sei der heilige Johannes Nepomuk gewesen. Sein aufrechtes Handeln zeige sich in der Ausgestaltung der Pfarrkirche und im Hauptdeckenfresko, führte Stretz aus. König Wenzel zwinge ihn zu wählen: hohe geistliche Würden für das, was Königin Johanna gebeichtet habe, oder Folter und Tod. Johannes musste sich entscheiden. Erfüllt vom Heiligen Geist bewahrte er das Beichtgeheimnis und blieb so Gott treu.

Am Ende rief der Pfarrer dazu auf, auf die Fürsprache Johannes Nepomuks alles in die Hände Gottes zu legen. Der Heilige Geist stehe sicher zur Seite und weise den rechten Weg.

Die Fürbitten trug Josef Brunner vor, der auch als Vorbeter bei der Prozession fungierte. Klaus Wegmann und Lukas Vogl sowie Christoph Dumler an der Orgel begleiteten musikalisch den Gottesdienst. Den Segen erteilte Stretz mit der Reliquie des heiligen Johannes Nepomuk

Bei der Prozession, angeführt von der Blaskapelle Waldeck unter Leitung von Veronika Krauß, den Ehrengästen und Vereinen mit ihren Fahnen, ging es von der Kirche über den Unteren und Oberen Markt und zurück. Das Allerheiligste unter dem Traghimmel begleiteten die Kommunion-, Kindergarten- und Schulkindern, die teilweise Blumenblüten streuten.

Zum musikalischen Frühschoppen als Auftakt des Pfarrfestes trafen sich die Bürger auf dem Schulhof. Neben einem reichhaltigen Kuchen- und Tortenbüfett am Nachmittag waren verschiedene Spiele und Kinderbelustigungen aufgebaut. Der Tag endete mit einer Maiandacht in der Pfarrkirche. Stretz dankte allen, die diesen Tag mit vorbereitet hatten, sowie der Feuerwehr Waldeck für die Absicherung der Prozession.

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