27.04.2018 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Wege- und Ackerschäden großes Ärgernis der Jagdgenossenschaft Kuchenreuth-Löschwitz Autos wie die WildsäueWegeschäden und Ackerschäden großes Ärgernis

Im Vorjahr ärgern sich die Autofahrer über die lange gesperrte Bundesstraße 22. Jetzt klagen die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Kuchenreuth-Löschwitz über die Folgen der Bauarbeiten.

Vorsteher Johann Sertl zeigt einige Bilder von Wegeschäden, die durch erhöhten Fahrzeugverkehr entstanden sind, sowie durch Wildschweine verursachte Schäden an Äckern und Wiesen. Bild: mde
von Michael DenzProfil

Kuchenreuth/Löschwitz. Viele Bilder präsentierte Johann Sertl der Jagdgenossenschaft Kuchenreuth-Löschwitz zu Beginn der Hauptversammlung. Diese zeigten Wegeschäden, die laut dem Vorsteher aufgrund der für einen Brückenbau lange Zeit gesperrten Teilstrecke der B 22 entstanden sind. Viele Verkehrsteilnehmer hätten statt der Umleitungen die Feldwege benutzt. Auch Aufnahmen von Schäden an Äckern und Wiesen, die Wildschweine verursacht haben, legte er den Jagdgenossen, Jagdpächter Josef Ponnath und dritter Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer vor. Wie Sertl mitteilte, sind bereits Ende August 2017 Aktenvermerke bezüglich der Wegeschäden im städtischen Bauamt erstellt worden. "Bezogen auf diese Niederschrift wurde in einem Schreiben im Dezember letzten Jahres mit der Stadtverwaltung vereinbart, dass diese Schäden im Frühjahr 2018 beseitigt werden." Als er und Schriftführer Hans Wöhrl Ende März diesen Jahres nochmals vorgesprochen haben, habe Ludwig Hafner vom städtischen Bauamt mitgeteilt, dass die Ausbesserungsarbeiten bereits an Firmen vergeben seien. Die Arbeiten sollen im Mai beginnen.

Von einem "schwierigen Jagdjahr" sprach Jagdpächter Ponnath. Insgesamt seien nur zwei Rehe geschossen, ein drittes beim Abschuss verfehlt worden. Dieses sei erst am folgenden Tag aufgefunden worden und konnte dann nicht mehr verwendet werden. Weiterhin gehörten drei Füchse, acht Stockenten sowie diverse Elstern, Raben und Krähen zur Bilanz.

Die Bejagung von Wildschweinen sei besonders schwierig, da rund 85 Prozent der Jagdfläche Ackerland seien und die Verwendung von Nachtsichtgeräten verboten ist, führte Ponnath aus. Auf Vorschlag der Versammlung stellte Ponnath einen Begehungsschein für einen Mitjäger aus. Sertl ergänzte, dass im zurückliegenden Jagdjahr kein Wildschaden zu begleichen war und dankte für die gute Zusammenarbeit.

Zum Bericht von Kassenwart Johann Rodler hatten die Revisoren Hans Braunreuther und Claus Reger keine Einwände. Bei der Verwendung des Jagdpachtschilling kam der Vorschlag, diesen den Rücklagen zuzuführen. Sertl erklärte, dass 19 Stimmzettel mit einer Angabe von insgesamt 264,19 Hektar abgegeben wurden. Thomas Ackermann, der Helfer des Jagdpächters, informierte über die Pflege und den Zustand der Wege.

Dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer bedauerte, dass im Zuge der Bauarbeiten an der B 22 keine Behelfsbrücke, wie ursprünglich geplant, realisiert werden konnte.

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