02.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Werke des Komponisten Hans von Koessler Kompositionen weltweit verstreut

Eigentlich hat es ja etwas Gutes, dass noch nicht alle Werke des Komponisten Hans von Koessler aufgetaucht sind. Denn ein Archiv im Alten Schulhaus, wie es der Heimat- und Kulturverein Waldeck möchte, muss erst noch verwirklicht werden.

Josef Brunner (links) und Thomas Stingl stellten ihre Arbeit im Koessler-Arbeitskreis und als Vogelschutzwart vor. Bilder: hl (2)
von Hans LukasProfil

Waldeck. Die Arbeit des Koessler-Arbeitskreises des Vereins stellte dessen Leiter Josef Brunner in der Jahreshauptversammlung vor. Mit Thomas Stingl, Christian Bothner und Professor Reinhold Herrmann sei er als Jäger und Sammler tätig, um alle Kompositionen von Hans von Koessler zusammenzutragen. Ebenso werden Konzerte des wohl berühmtesten Waldecker Sohnes organisiert und besucht.

Die Bekanntheit des Oberpfälzer Komponisten sei mittlerweile unbestritten. Seine Veröffentlichungen und Werke werden mittlerweile auf der ganzen Welt aufgeführt. Heuer sind auf der Luisenburg zwei Operetten seines Schülers Emmerich Kalmann, "Die Czardas-Fürstin" und "Gräfin Mariza", zu hören. Brunner riet, sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Forschungen hätten ergeben, dass die Kompositionen Koesslers auch in London und in Boston schon mit großem Erfolg gespielt wurden. Viele der Werke des Kompositionslehrers seien aber in der ganzen Welt verstreut. Bei seinem letzten Aufenthalt in Amberg, wollte Koessler eine Sammlung seiner Werke anlegen, was ihm wegen einer schweren Krankheit nicht mehr gelang.

Die vorhandenen Werkeverzeichnisse sind laut Brunner bei weitem nicht vollständig. In den vergangenen Jahren seien weitere 170 Stücke gefunden worden. Trotz einer Förderung von 4900 Euro, konnte das Archiv noch nicht verwirklicht werden. Zwischenzeitlich sei aber der Bewilligungszeitraum bis Ende 2018 verlängert worden. Thomas Stingl befasst sich beim HuK intensiv mit den verschiedenen Vogelarten im Umkreis von Waldeck. 2017 seien etwa 30 Nistkästen neu aufgehängt worden. Mittlerweile gebe es insgesamt 77 am Schloss- und Kalvarienberg, an der Schule, am Fest- sowie Spielplatz. Weitere 25 werden noch in diesem Jahr angebracht. An zwei Tagen im Herbst sind die Kästen gereinigt und kontrolliert worden. Hier dankte Stingl Stephan Hautmann für die Mithilfe. Am Kalvarienberg sei für den Winter eine Futterstelle eingerichtet worden. Höhlenbrüterkästen und Baumläuferhöhlen seien fast alle belegt sind. Unbelegt seien offene Halbhöhlen. Der Vogelschutzwart versucht, die Ursachen dafür zu ermitteln.

Bei Beobachtungen hat er festgestellt, dass es im Raum Kemnath Lebensräume mit Vögeln gebe, die in Waldeck nicht vorhanden seien. Insgesamt seien 89 Arten gesichtet worden, darunter seltene wie das Blaukehlchen, einmal an den Eisersdorfer Weihern, und die Gebirgsstelze an der Fichtelnaab. Vor allem bei den Höhlenbrütern wie Meisen und Kleibern sei durch die Nisthilfen eine deutliche Bestandszunahme erreicht worden. Dagegen seien kaum Rotkehlchen gesichtet worden. Amseln gebe es unverändert viele.

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