Wirtshaussingen in Kötzersdorf
Heiter und besinnlich

Für Stimmung sorgten die Dieter Paulus, Herbert Diesner, Martin Kimich, Philipp Kleber, Anni Sandner, Georg Lauss, Stefan Hermann und Bruno Primann (von links) beim Wirtshaussingen in Kötzersdorf. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
20.04.2017
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Als idealer Tag für das Wirtshaussingen erwies sich der Ostermontag. So viele Musikanten wie lange nicht mehr singen und spielen mit den zahlreichen Volksmusikfreunden.

Kötzersdorf. Die längste Anreise hatte Gitarrenspieler Georg Lauss aus Neuzirkendorf. Mit 14 Jahren war Akkordeonspieler Philipp Kleber aus Kirchenthumbach der jüngste Musikant. Mit einem humorvollen Lied hatte er die Lacher auf seiner Seite. Stefan Hermann aus Eschenbach spielte mit seinem Bariton mit. Martin Kimmich aus Kulmain beeindruckte im Landgasthof Busch mit seiner Harmonika. "Teufelsgeiger" Bruno Primann und der "Ratschn-Toni" (Dieter Paulus) mit seiner Zillertaler Ratschn schlugen den Takt dazu. Für "Weinwallfahrer" Heinz Schmid aus Speichersdorf war es kein Problem, auf seinem Bariton die richtigen Akkorde zu finden. Bei Stimmungsliedern wie "Fliege mit mir in die Heimat" und dem Schlammersdorfer Lied ("Reich mir deine beiden Hände und dein Herz dazu") spielten auch die Akkordeonspieler Werner Matt und Manfred Döllinger eifrig mit.

"Zwoa Spetzln", "A Sprung über's Graberl" und "Geh, tausch ma's aus" waren drei Mundartlieder, die Monika Fink und Sieglinde Wick, begleitet von Rudolf Fink auf seiner Steirischen Harmonika, vortrugen. Fink bewährte sich wieder als Moderatorin. Dass sie auch die Steirische Harmonika beherrscht, stellte sie beim Zusammenspiel mit Herbert Storek unter Beweis. Alfons und Anni Sandner aus Kirchenthumbach begleiteten sich bei den Liedern "Mir san vom Woid dahoam" und "Grüaß di God, Frau Wirtin" selbst auf ihren Harmonikas. "Dös Leben is nix mehr wert, wenn ma nur noch zum altn Eisn g'hört" lautete der Refrain des besinnlichen Stücks "Dös Radl dreht sich", das Josef Kämpf auf Wunsch vortrug. Auch für "Hintn moga und vorn dürr" und das "Arberlied" bekam er viel Beifall.

"I hob a Deandl g'liabt" und der "Vuglbeerbaam" waren diesmal Beiträge aus der Liedermappe. Ganz ohne Begleitung wagten sich Konrad Lang und Urban Reger an "Es muss ein Sonntag gwes'n sei", "ein schöner Tag war uns beschert" und "Hohe Tannen". Zwischendurch erzählte Wick Streiche vom "Kare und vom Lucki" sowie die Geschichte von "Zwei Frauen im Himmel". Applaus erntete Gitarrist Herbert Diesner für "Am Tanzbodn drobn", "A Fleckerl auf da Welt" und der "Äpfel-Birnbaam".

Als sich die meisten Volksmusikfreunde von Monika Fink verabschiedet hatten, war für die Musikanten noch lange nicht Schluss. Aus "Spaß an da Freid" spielten sie noch einige Zeit weiter. Von Mai bis in den Herbst ist das Wirtshaussingen wieder an jedem dritten Freitagabend im Monat.
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