27.03.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Wolfgang Veigl senior und junior bleiben Jagdpächter bei der Jaggenossenschaft Eisersdorf Glockenturm im Visier

In Eisersdorf gibt es möglicherweise bald einen neuen Glockenturm. Auch ein Spender für eine neue Glocke steht bereit.

Die Jagdpächter der Jagdgenossenschaft Eisersdorf bleiben Wolfgang Veigl senior (links) und sein Sohn Wolfgang. Jagdvorsteher Johann Brunner (Mitte) gratuliert. Bild: br
von Hubert BrendelProfil

Die bisherigen Jagpächter bei der Jaggenossenschaft Eisersdorf sind mit Wolfgang Veigl senior und Wolfgang Veigl junior aus Haunritz auch die Neuen. In der Jahresversammlung stimmten die elf Jagdgenossen mit einer Fläche von rund 139 Hektar für eine Verlängerung des auslaufenden Jagdpachtvertrages um weitere neun Jahre zu.

Dadurch kam das gute Verhältnis mit der Jagdgenossenschaft zum Ausdruck. Gleichzeitig wurde der jährliche Jagdpachtschilling von bisher rund 1500 auf 1250 Euro reduziert.

Auf Vorschlag des Jagdvorstehers Johann Brunner soll der Jagdpachtschilling für die Errichtung eines Glockenturms in Eisersdorf verwendet werden. Nach seinen Worten drohe der Absturz des derzeitigen Glockenturms auf ein Wirtschaftsgebäude des Jagdgenossen Max Reger. Dieser habe zugesagt, eine Glocke zu stiften. Die Kosten eines neuen Turms wurden mit rund 6000 Euro veranschlagt.

Der Vorschlag fand allgemein Zustimmung. Jetzt gelte es, in Rücksprache mit der Stadt Kemnath über einen möglichen Standort sich abzusprechen. Zudem soll ein konkretes Angebot eingeholt und abschließend über die vorgesehene Verwendung des Jagdpachtschillings endgültig entschieden werden.

"Das zurückliegende Jagdjahr verlief ruhig", erklärte Brunner in seinem Rechenschaftsbericht. Er verwies darauf, dass die Jagdgenossenschaft maschinenmäßig gut aufgestellt sei. Auch die Pflege und Instandhaltung der Geräte hob er positiv hervor.

Auch wenn sich Jagdgenosse Josef Plannerer vorbildlich um die Wartung und Pflege des Geräteparks kümmere, seien auch die Jagdgenossen stets darum bemüht, ihr Augenmerk auf die Instandhaltung zu legen. Mit Blick auf das Ausleihen der Geräte verwies Brunner auf die Unfallverhütungsvorschriften.

Von einem soliden Rücklagepolster berichtete Kassier Josef Kormann (Kemnath). Für die Jagdpächter war das zurückliegende Jagdjahr allgemeinen "nichts Besonderes". Die Wildschäden hielten sich in Grenzen und der Abschussplan wurde erfüllt. Es wurden 5 Füchse erlegt sowie rund 60 Kormorane geschossen. Entenjagden wurden mit der Polizei abgesprochen.

Die zu beklagenden Wildunfälle seien vor allem auf die Umleitung der B 22 wegen der Brückenbaumaßnahme zwischen Kemnath und Schönreuth und somit auch durch das Jagdrevier zurückzuführen. Bezugnehmend auf eine mögliche Schweinepest sagten die Jagdpächter, "dies wäre das schlimmste, was passieren könnte". Sie verwiesen darauf, dass sich die Population bei den Wildschweinen verändert und stark zugenommen habe.

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