Zustellungsprobleme in Kemnath
Wenn der Postmann zu spät klingelt

Wir mussten eine Neuzuschneidung der Zustellbezirke vornehmen.
Vermischtes
Kemnath
31.12.2016
110
0


Wir mussten eine Neuzuschneidung der Zustellbezirke vornehmen.Erwin Nier Pressesprecher der Post

Im Kemnather Land regt sich Unmut über die Arbeit der Post. Seit Herbst scheint es nicht mehr rund zu laufen. Das dementiert jedoch die Post: Es läuft anders, aber nicht pauschal schlechter.

Die Post erst nach Sonnenuntergang? Im Kemnather Land mussten sich Haushalte in den vergangenen Wochen und Monaten damit abfinden. Andere berichten von nicht oder falsch zugestellten Sendungen. Tatsächlich habe sich etwas geändert, erklärt Unternehmenssprecher Erwin Nier. Und die vergangenen Wochen seien für das Unternehmen sowieso spezielle gewesen. Dass es dabei Einschränkungen gab, sei bedauerlich. "Dafür möchte ich mich entschuldigen", erklärt Nier.

Spezielle Weihnachtszeit

Von einer generellen Verschlechterung bei der Zustellung von Briefen und Pakten könne aber gar keine Rede sein, erklärt Nier. Zunächst lässt der Postsprecher die vergangenen Tage nicht als Maßstab gelten. "Die Wochen vor Weihnachten bedeuten für uns einen Ausnahmezustand." Zum Beleg verweist Nier auf eine bundesweite Statistik: Während die Post an normalen Tagen rund 3,4 Millionen Sendungen zustellt, sind es in der Weihnachtszeit teilweise bis zu 8 Millionen. "Und so ähnlich sieht das Verhältnis sicher auch in Kemnath aus." Dazu arbeiten im Kemnather Zustellstützpunkt einige neue Mitarbeiter, die sich naturgemäß in den ersten Tagen etwas schwerer bei der Zustellung tun.

Allerdings ist Weihnachten nicht der einzige Grund für die veränderten Zustellzeiten im Kemnather Land. Tatsächlich gab es im Herbst eine Anpassung - die einen erfreulichen Grund hat. "In Kemnath und Umgebung gibt es relativ viele Neubaugebiete, in denen auch viele neue Haushalte entstanden sind", berichtet Nier. Dies habe dazu geführt, dass die Einteilung der Post nicht mehr funktioniert hat. Oder wie Nier es in Post-Sprache formuliert: Wir mussten eine Neuzuschneidung der Zustellbezirke vornehmen."

Dies bedeute nun, dass jemand der bisher relativ früh angefahren wurde, seine Post nun erst am Nachmittag erhält. "Es gibt aber genauso Haushalte, die vom Ende an den Anfang einer Zustelltour gerutscht sind", erklärt Nier. Diese bekommen ihre Post nun am Morgen, statt wie bisher eher nachmittags.

Keine Extrawürste

Ein anderes Gerücht dementiert der Post-Sprecher dagegen völlig: Es gebe keine Absprachen der Post mit Geschäftskunden, die diesen eine besonders frühe Zustellung ihrer Sendungen zusichern würden. Allerdings kennt Nier eine Erklärung, wie dieser Eindruck bei Beobachtern entstehen kann: Aus organisatorischen Gründen versuchen die Zusteller möglichst schnell, die Menge der Sendungen in ihrem Fahrzeug zu verkleinern. "Unsere Planer achten deshalb sehr darauf, dass am Anfang der Zustellrouten Empfänger stehen, die regelmäßig viel Post erhalten." Es liegt nahe, dass dies oft Unternehmen sind.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.