16.10.2017 - 17:30 Uhr
KemnathOberpfalz

Bayernland konzentriert Schnittkäseproduktion am Standort Bayreuth Käserei Kemnath schließt

Die Molkereigenossenschaft Bayernland eG schließt ihre Schnittkäseproduktion in Kemnath (Landkreis Tirschenreuth). Die Unternehmensleitung informiert die rund 80 Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über den "mittelfristig" geplanten Schritt.

Die Bayernland eG zieht die Schnittkäseproduktion aus Kemnath (Landkreis Tirschenreuth) ab, um sie am Bayreuther Standort zu konzentrieren. Die Oberpfälzer Belegschaft soll auf Wunsch der Geschäftsleitung mit nach Oberfranken "umziehen". Bild: stg

von Hubert Lukas Kontakt Profil

Als Grund gab Hauptgeschäftsführer Gerhard M. Meier am Montag die beabsichtigte Konzentration der Schnittkäseproduktion in der Käserei Bayreuth an. Darauf haben sich laut einer Pressemitteilung Vorstand, Geschäftsführung sowie Aufsichtsrat nach vorheriger Information des Gesamtbetriebsrates am Freitag verständigt. Die Entscheidung kam zumindest insofern überraschend, da in Kemnath derzeit noch eine Halle für den Reifeprozess der Erzeugnisse gebaut wird.

In Bayreuth und im 2009/2010 übernommenen Standort Kemnath betreibe Bayernland ein "nahezu identisches Produktprogramm". Die jährlich hergestellten Mengen in Oberfranken seien mit bis zu 6000 Tonnen jedoch deutlich kleiner als in der Oberpfalz mit rund 25 000 Tonnen Schnittkäse. Beide Produktionsanlagen müssten mittelfristig komplett erneuert werden, um laut Meier den Anschluss nicht zu verlieren. Die Modernisierung beider Standorte, die nur etwa 30 Kilometer auseinanderliegen, sei aber aus Kostengründen ausgeschlossen gewesen.

Für Bayreuth gaben demnach die bessere verkehrstechnische Lage und die dort im Betrieb vorhandene Infrastruktur für eine "neue, große und leistungsfähige Schnittkäserei" den Ausschlag. In Kemnath hätte eine komplett neue Molkerei gebaut werden müssen. Während der gut zweijährigen Bauphase wäre ein Eingriff die laufende Nahrungsmittelproduktion erforderlich gewesen, was eine vorübergehende Stilllegung zur Folge gehabt hätte. Für Meier dient die nun getroffenen Entscheidung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit "auch den in Kemnath fest angestellten Mitarbeitern". Von ihnen hoffe er, "dass möglichst alle" mit nach Bayreuth gehen.

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