Kleine aber feine Geschäftsstelle der AOK Bayern in Kemnath eröffnet
Persönliches Gespräch und Nähe unverzichtbar

Die drei Kemnather AOK-Mitarbeiter, Beiräte als auch Beiratsvorsitzender, Direktor und Geschäftsstellenleiter, Bürgermeister, Vermieterin und Geistliche: Alle freuen sich, dass es mit der AOK in Kemnath weiter geht. Bild: mde
Wirtschaft
Kemnath
25.08.2017
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Organisationssekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes der Region Oberpfalz, Peter Hofmann, AOK-Direktor Klaus Lill, Kemnath´s Bürgermeister Werner Nickl und Geschäfsstellenleiter Hubert König setzten sich sehr stark für den Erhalt einer "Geschäftsstelle vor Ort" ein, was vom Erfolg gekrönt wurde.

Rund hundert Jahre gibt es die AOK in Kemnath - künftig an einem neuen Ort. In der "kleinen aber feinen" Geschäftsstelle im Stadtzentrum werden künftig weniger Mitarbeiter beschäftigt sein.

In der AOK-Geschäftsstelle in der Werner-von-Siemens-Straße waren bis zu zwölf Menschen beschäftigt. In der neuen Geschäftsstelle Am Einlass 6 werden es nur mehr drei sein. Geschäftsstellenleiter Hubert König berichtet dass die anderen künftig von Tirschenreuth aus arbeiten werden. Er blickte auch zurück aufs Frühjahr 2013 und den Antrag, das im Eigentum der Gesundheitskasse befindliche Gebäude zu sanieren. "Die Zentrale lehnte die Sanierung ab."

Rund 10 000 Versicherte betreut die AOK von Kemnath aus, das soll auch so bleiben. "Doch es ist schlussendlich der Lauf der Zeit. Digitalisierung, Optimierung von Arbeitsprozessen und veränderte Kundenerwartungen", erörterte Direktionsleiter Klaus Lill. Kunden legen Wert auf eine 24-Stunden-Betreuung. Dafür sorge die Online-Geschäftsstelle. "Um nichts in der Welt kann man ein persönliches Beratungsgespräch ersetzen." Dieses kann in der neuen Geschäftsstelle wie bisher stattfinden. Der Zugang ist barrierefrei, Parkplätze gebe es genug. Drei Mitarbeiterinnen verbleiben in der Geschäftsstelle, die restlichen arbeiten von Tirschenreuth aus. Das Gebäude in der Werner-von-Siemens-Straße ist inzwischen an die Baufirma "LUB" aus Kastl verkauft.

König lobte Bürgermeister Werner Nickl für sein "aktives Zugehen auf die AOK" und eine "immer tatkräftige Unterstützung". "Der Erhalt der Geschäftsstelle in einer modernen Zeit ist gelungen", führte Nickl aus. Dennoch bedauere er, dass Arbeitsplätze abwandern.

"Die Zusammenarbeit im Beirat zwischen der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite habe schließlich auch die Interessen an einer Anlaufstelle mit guter Beratung. "Dies ist gewährleistet", betonte Beiratsvorsitzender Peter Hofmann vom DGB. Neben ihm setzten sich auch Franz Häring und Simone Mogos sowie der Bürgermeister, Direktionsleiter und Geschäftsstellenleiter für den Verbleib in Kemnath ein. "Wir werden an der Kemnather Geschäftsstelle weiterhin festhalten, egal was kommt", versprach Hubert König.

Den Segen Gottes für die Geschäftsstelle, deren Mitarbeiter, sowie den Versicherten und kranken Menschen brachten Kemnaths Stadtpfarrer Konrad Amschl und der evangelische Pfarrer Hartmut Klausfelder aus Neustadt an Kulm "in Verbindung zwischen Himmel und Erde". "Es geht darum, dass Menschen gesund werden. Dazu braucht es Ärzte, Pflegekräfte, Berater, Tabletten, Operationen und Reha. Auf der anderen Seite den Segen Gottes", sagte Klausfelder. "Körperliche Leiden, Schmerzen und lebensbedrohliche Diagnosen stürzen Menschen in eine Krise. Eine Krankheit wird auch zur Krise eines ganzen Menschen, ob körperlich, geistig, seelisch, existenziell oder sozial", führte Amschl aus. Gott sorge sich um den Menschen. Die Sorge um einen Kranken sei die Aufgabe eines jeden Menschen. "Die Umsetzung dieses Auftrags zeigt sich auch in der Aufgabenstellung der AOK Bayern. Doch jeder muss auch selbst etwas für seine eigene Gesundheit tun, aktiv an der Krankenbehandlung mitwirken."
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