Bierkulinarium beschert traditionelle und avantgardistische Spezialitäten aus Hopfen und Malz
Exzellente Brau- und Küchenkunst

Lokales
Kirchendemenreuth
22.04.2013
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Einen Hochgenuss für den Gaumen erlebten die etwa 90 Besucher in der Hofkäserei Lang in Oed beim "Lichtblicke"-Bierkulinarium. NT-Redakteur Uwe Ibl hatte die Idee dazu. Acht Biersorten von Brauereien aus der heimischen Gegend und eine fränkische Ergänzung lieferten einzigartige Geschmackserlebnisse.

"Lichtblicke"-Schirmherrin Elisabeth Wittmann opferte sogar ihren Geburtstag für diese Veranstaltung, deren Reinerlös den sozial Schwachen in der Region zugute kommt. NT-Verlegerin Bärbel Panzer und ihr Mann Dr. Klaus Panzer waren von der Veranstaltung ebenso begeistert wie NT-Ressortleiter Martin Staffe. Landrat Simon Wittmann entpuppte sich als profunder Kenner guten Bieres und beschrieb die einzelnen Sorten mit detaillierten Attributen. Den heimischen Brauereien zollte er großes Lob für exzellente Braukunst.

Christian Kraus von der Firma Nachtmann wusste, dass Bier 4000 vor Christus eigentlich Frauenangelegenheit war. Dies gehe aus alten Schriftrollen aus Ägypten hervor. "Die antiken Damen hatten drei Aufgaben: Brauen, backen und den Männern gute Manieren beibringen." "Gehen Sie die Verkostung wohldosiert an, damit Sie das Ende noch voll miterleben", warnte er. Die vier bereitgestellten Gläser durften die Teilnehmer kostenfrei mit nach Hause nehmen.

Viel Mühe gab sich Käsereichefin Renate Lang bei der Komposition der vier Gänge. Die kleinen Kunstwerke sahen nicht nur eindrucksvoll aus, sondern schmeckten auch vorzüglich. Die Betriebsinhaberin gab für die Oberpfälzer Esskultur eine hervorragende Visitenkarte ab.
Als profunde Bierkennerin erwies sich Lisa Luginger. Die gebürtige Oberwildenauerin agierte viele Jahre in einer großen Malzfabrik als Pressesprecherin. Zwischenzeitlich ließ sie sich in Deutschland und Amerika als Spezialistin für Bierverkostung umfassend ausbilden.

In gekonnt lockerer Form erklärte die Master-Sommelière die Wirkung des Hopfens und des Malzes auf das süffige Getränk. Interessant seien die Säure, das Bittere, die süße und die salzige Seite. Dies fühle und taste man an verschiedenen Stellen der Zunge. Nur 20 Prozent nehme man über den Geschmacks-, aber 80 Prozent über den Geruchssinn auf.
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