28.01.2004 - 00:00 Uhr
KirchendemenreuthOberpfalz

Gemeinderat bespricht Abwasserkonzept - Förderhöhe unsicher - "Freie" dürfen Wappen nutzen: Zuschüsse noch abschöpfen

Die Brühe, die von den Bürgern in den nächsten Jahren in Sachen Abwasser ausgelöffelt werden muss, wird unter Umständen nicht billig. Am Montag berieten die Gemeinderäte vorab ein Abwasserkonzept, um überhaupt staatliche Zuwendungen zu den Maßnahmen zu erhalten.

von Hans PremProfil

An einem neuen Abwasserkonzept führt kein Weg vorbei. "Dieses wird den Gemeinden verordnet, um die noch im Schnitt rund sechs Prozent ungeklärten Abwässer zu klären", führte Bürgermeister Franz Schneider aus. Gefördert würden Aufwendungen für den erstmaligen Bau einer entsprechenden Reinigungsstufe mit einer Größe für bis zu 50 Einwohnern, so genannte Kleinkläranlagen.

Durch die vielen Ortsteile treffe dies besonders auf den Gemeindebereich zu, erklärte der Bürgermeister. Er erläuterte dem Gremium und den rund 15 interessierten Bürgern das mit dem Wasserwirtschaftsamt Weiden und der Verwaltungsgemeinschaft Neustadt vorab besprochene Konzept.

Unter anderem soll in Obersdorf die neue Kläranlage 2005 verwirklicht werden. Für Denkenreuth und Klobenreuth soll geprüft werden, ob der Bau von Kleinkläranlagen oder der Anschluss an den Abwasserzweckverband Neustadt/Altenstadt/Störnstein wirtschaftlicher ist.

Marodes Abwassersystem

Sorgen bereitet den Gemeinderäten das marode Abwassersystem in Püllersreuth und das Mischsystem in Steinreuth. Hier sind verschiedene Varianten denkbar, von der Einleitung Püllersreuths nach Windischeschenbach bis zum Anschluss an eine gemeinsame Kläranlage. Entscheidet sich Steinreuth für eine Kleinkläranlage, muss das Misch- zum Trennsystem umgebaut werden. Ortsteile und Anwesen wie Glasern, Oed, Menzlhof, Scherreuth oder Hutzlmühle, die nicht auf Dauer an die Sammelkanalisation angeschlossen werden können, werden in eine Gebäudeliste aufgenommen.

"Unsicher ist derzeit leider die Höhe der Förderung, die im letzten Jahr noch bei 70 Prozent lag", bedauerte Schneider. Ohne Mittel könne das Konzept nicht umgesetzt werden. Nun sollen in Ortsversammlungen die Bürger das Wort haben. Für eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wird ein Ingenieurbüro hinzugezogen, das dabei überschlägig über die Kosten informieren wird. Auch soll geklärt werden, ob für den jeweiligen Ortsteil der Anschluss an eine zentrale Abwasseranlage oder die Nachrüstung mit Kleinkläranlagen günstiger ist.

Fest steht, dass Kirchendemenreuth als Flächengemeinde höhere Aufwendungen für die Abwassersysteme aufbringen muss. Die Einwohner werden je nach Geschoss- oder Gebäudeflächen-Anteilen an den Kosten den Maßnahmen beteiligt.

Jahresrechnung festgestellt

Die Freien Wähler dürfen das Gemeindewappen für ihre Zwecke nutzen. Keine Beanstandungen beinhaltete der Rechnungsprüfungsbericht des Kassenverwalters Herbert Steiner von der Verwaltungsgemeinschaft. Einstimmig wurde anschließend die Jahresrechnung 2002 festgestellt.

Der Antrag von Ernst Arnold, seine Weiheranlage 500 Meter außerhalb von Denkenreuth mit einem Trinkwasseranschluss zu versorgen, wurde wegen ungeklärter Details von der Tagesordnung genommen. Hier soll zuerst eine Besichtigung erfolgen.

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