08.12.2017 - 19:48 Uhr
KirchendemenreuthOberpfalz

Gemeinderat Kirchendemenreuth Biber sorgt für Ärger

Der Gemeinderat beschäftigt sich mit den Anfragen und Anregungen aus der Bürgerversammlung. Das größte Problem ist tierischer Natur. Die Gemeinde ist machtlos. Die Anlieger müssen selbst aktiv werden.

Landwirt Gottfried Maier (links) aus Altenparkstein kämpft gegen den Biber, der immer wieder den Lohbach anstaut und den angrenzenden Wirtschaftsweg überschwemmt. Bürgermeister Gerhard Kellner (rechts) macht sich ein Bild vom Schaden. Bild: sm
von Werner SchmolaProfil

Landwirt Gottfried Maier aus Altenparkstein verwies in der Bürgerversammlung auf ein Biberproblem am Wirtschaftsweg "Hengst". Der Weg wurde vor über 30 Jahren gebaut und mit Sträuchern eingesäumt. Biber haben die Gehölze gefällt, den Lohbach gestaut und den Weg unter Wasser gesetzt. Der ist aufgeweicht, beschädigt und kann nur noch eingeschränkt genutzt werden. Maier hat schon mehrmals die Bibgerbauten entfernt. Gebracht hat das nichts. Das Tier lässt sich nicht vertreiben und staut immer wieder den Bach an.

"Gegen den Biber sollte etwas unternommen werden", mahnte der Landwirt in der Bürgerversammlung. Zugleich bat er die Gemeinde um Hilfe. Bürgermeister Gerhard Kellner hat vom Landratsamt erfahren, dass die Gemeinde nichts tun könne. Auch gebe es für sie keinen finanziellen Ausgleich, teilte er nun mit. Die betroffenen Anlieger müssten selbst aktiv werden und beim Landratsamt einen Abschuss des Bibers sowie einen Zuschuss für die Reparaturmaßnahmen beantragen.

Der Flurweg "Kriegshut" sei durch die Verlegung von Stromkabeln stark in Mitleidenschaft gezogen worden, hatte Maier ebenfalls in der Versammlung moniert. Die Baufirma habe ihn zwar versucht wieder herzurichten. Der Zustand weise aber noch Mängel auf. Kellner versprach eine Lösung im Frühjahr. Er hat bereits mit dem Verursacher Kontakt aufgenommen.

Karl Hauer aus Obersdorf verwies zum Einen darauf, dass aufgrund des Breitbandausbaus Schäden an einer Grundstückseinfahrt aufgetreten sind und zum Anderen, dass im Gemeindegebiet das Jakobskreuzkraut auf dem Vormarsch sei. Der Bürgermeister versprach, die Schäden zu reklamieren. Das giftige Jakobskreuzkraut könne nur mechanisch entfernt werden, betonte der Rathauschef. Bürger sollten selbst aktiv werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und das Kraut möglichst wieder auszurotten.

Olaf Götzer aus Staudenhof hatte Fragen zum anstehenden Anschluss von Einzelgehöften an das schnelle Internet gestellt. Die Erschließung sei bereits in einem laufenden Verfahren enthalten, berichtete Kellner. Bis Mitte 2018 solle der Ausbau erfolgt sein. Albert Busl aus Glasern berichtete, dass auf seinem Grundstück Strommasten entfernt wurden. Im Grundbuch werde der Eintrag aber nur auf Antrag des Betroffenen gelöscht, informierte Kellner.

Thomas Hösl aus Steinreuth teilte mit, dass der Wirtschaftsweg Steinreuth-Lenkermühle von Lastwagen beschädigt wurde. Bürgermeister Kellner erklärte, dass die Beweispflicht bei den Anliegern liegt. Die Gemeinde will den Weg besichtigen.

Beschlüsse

Der Gemeinderat Kirchendemenreuth beschloss, die Kläranlage Döltsch mit in den Breitbandausbau aufzunehmen. Die Gemeinde beteiligt sich zudem an einer Bündelausschreibung zur kommunalen Strombeschaffung von 2020 bis 2022. Außerdem übernimmt die Kommune die Benutzungsgebühr für die Turnhalle durch den Sportverein. Zustimmung fand der Bauantrag von Christian Bösl, Öd 11, zum Abbruch und Neubau eines Holzschuppens. Die Kommune beteiligt sich mit maximal 50 Prozent am Kauf eines Wegehobels durch die vier Haberländer Jagdgenossenschaften. (sm)

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