03.04.2018 - 20:00 Uhr
KirchendemenreuthOberpfalz

Zweckverband Steinwaldgruppe verzeichnet für 2017 Rekord Mehr als erwartet

Der Zweckverband Steinwaldgruppe verzeichnet für 2017 einen Rekord: Der Wasserverkauf erreicht im vierten Jahr in Folge Höchststand.

von Externer BeitragProfil

Kirchendemenreuth/Oed. Der Werkausschuss des Zweckverbands Steinwaldgruppe hatte in der Sitzung mehrere Wasserlieferungsverträge, die Sanierung eines Tiefbrunnens sowie die Strombeschaffung zu beraten. Rückblickend verzeichnete der Verband für das Jahr 2017 einen neuen Rekord beim Wasserverkauf.

Der Verbandsvorsitzende, Landrat Wolfgang Lippert, gab bekannt, dass der Markt Falkenberg die Jahresbestellmenge im Januar 2018 um 28 500 Kubikmeter auf 65 000 Kubikmeter erhöhte. Grund dafür war, dass der Markt Falkenberg wegen großer Probleme mit der Schützbarkeit des eigenen Wassers seine Eigenförderung aufgeben musste. Zudem gab Lippert bekannt, dass der Verband ein Darlehen zur Finanzierung der Photovoltaikanlage im Wasserwerk Oed über 42 700 Euro vorzeitig zurückzahlen konnte.

Ökoprojekt vor Ort

Bereits jetzt entschieden die Mitglieder über die Strombeschaffung für 2020 bis 2022. Dabei war das Gremium der Meinung, sich an der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetags zu beteiligen. Die Entscheidung fiel für die Beschaffung von Normalstrom, der bis zu 50 Prozent Ökostromanteil beinhaltet. Statt der möglicherweise teureren Variante der Beschaffung von Ökostrom will der Zweckverband 10 000 Euro in ein Ökoprojekt vor Ort investieren.

Mit dem Rekord von 3 024 131 Kubikmetern erreichte die Wasserabgabe in den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth im vierten Jahr in Folge einen Höchststand. Gründe dafür sind weitere Lieferverpflichtungen für Abnehmer, deren Eigenversorgungsanlagen den Bedarf nicht mehr decken können - aber auch die im Winter und Frühjahr 2017 anhaltend trockene Witterung. Während absolute Verbrauchsspitzen im Gegensatz zum Jahr 2015 mit dem extrem heißen August ausblieben, war der Wasserverbrauch bereits im Januar 2017 außerordentlich hoch. Verbrauchsreichster Tag war der 21. Juni mit einer Förderung von knapp über 10 000 Kubikmeter aus dem Gewinnungsgebiet Oed/Parkstein.

Größte Einzelabnehmer waren der Zweckverband Mantel-Weiherhammer mit rund 384 000 Kubikmeter, Altenstadt/WN (255 000 Kubikmeter) und Erbendorf (234 000). 7 von 34 Gemeinden überschritten die vertraglich festgelegten Höchstabnahmen. Die Verkaufserlöse lagen mit 199 000 Euro über den Erwartungen.

2018: weniger Wasser

Geschäftsleiter Bernhard Eigner informierte, dass aufgrund der niederschlagsreichen Witterung in den Monaten Januar und Februar 2018 rund 20 Prozent weniger Wasser als im Vorjahr abgegeben wurde. Untersuchungen zeigten, dass die Wasserqualität nach wie vor sehr gut ist.

Nach dem Ausfall eines Tiefbrunnens stellte der Verband fest, dass die Ausbauverrohrung im obersten Bereich beschädigt war. Nach Einschätzung einer Nürnberger Spezialfirma kann dieser Teil des Brunnens gesichert werden. Dazu schätzte Stefan Wagemann die Kosten auf 20 000 Euro. Da der Ausschuss kein Risiko in der Versorgungssicherheit eingehen will, soll der Brunnen umgehend gesichert werden. Über eine grundlegende Sanierung entscheiden die Mitglieder später.

Der Ausschuss stimmte der Erhöhung der Jahresbestellmenge der Gemeinde Störnstein um 500 auf 6 800 Kubikmeter, der Versorgung eines Baugebiets in Altenstadt/WN sowie dem Erlassantrag des Markts Falkenberg wegen Überschreitung der Höchstabnahmemenge nach Vertragsänderung zu - und lehnte den Antrag des Markts Floß auf Erlass einer zusätzlichen Zahlung ab.

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