Stimmgewaltiger Hochgenuss: Don Kosaken begeisterten Publikum
Gänsehautgefühl im Kirchenschiff

Der Don Kosaken Chor vor dem Altar.
Kultur
Kirchenthumbach
14.12.2016
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Der große Innenraum der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt war erfüllt von stimmgewaltiger Chormusik. Keiner der vielen Besucher wird sein Kommen bereut haben. Denn die Zuhörer erlebten einen unvergesslichen Abend mit einem Ensemble, das auf der ganzen Welt die berühmtesten Konzerthallen füllt.

(ilt) Die Don Kosaken traten auf. Ihre traditionelle Bekleidung besteht aus schwarzem Hemd, schwarzer Hose mit roten Streifen, wuchtigen Stiefeln und breitem Schwertgürtel. Bereits hier bekamen die Besucher einen ersten Eindruck von der russischen Kultur.

Jürgen Böhme wies eingangs auf das Programm zum 20-jährigen Bestehen des Kulturkreises hin. Der Verein setze sich schon seit Jahrzehnten für besondere Veranstaltungen ein und so sei es das Bestreben gewesen, die international bekannten Don Kosaken erneut nach Kirchenthumbach zu bringen.

Deren Programm enthielt ein breites Spektrum: von liturgischen Gesängen und sakralen Werken der russisch-orthodoxen Kirche bis hin zu bekannten russischen Volksliedern. Und so erlebten die Zuhörer ein spektakuläres Konzert. Die 17 Sänger unter dem Dirigat von Wanja Hlibka begannen mit religiösen Weisen und Kirchenliedern aus der orthodoxen Liturgie. Dabei zeigten sie gleich ihr außergewöhnliches Können, das sie zu dem wohl berühmtesten Chor weltweit gemacht hat.

Das Ensemble präsentierte sich als äußerst stimmgewaltiger Klangkörper mit schier unglaublicher tonaler Vielfalt. Die Stimmen erklangen in engelhafter Zartheit bis hin zum donnernden Fortissimo. Immer hoch konzentriert, mit einer tiefen Leidenschaft für Einsatz, Intonation und Präzision interpretierten die Sänger die Lieder.

Den Auftakt zum zweiten Teil des Konzerts bildete das "Credo" von Alexander Gretschaninow mit Michailow Gumennyi als Solist. Unvergleichliche Sangeskunst fesselte die gebannt lauschenden Zuhörer. Die "Abendglocken" sorgten dann nachhaltig für Gänsehautgefühl beim Publikum. Das Stück fand Riesenbeifall, der bei dem beliebten Lied "Grünes Gras/Kalinka" weiter anschwoll.

Mit "O bete, Freund" wollte sich das Ensemble verabschieden, jedoch gab es nach intensivem Beifall bereitwillig eine Zugabe. Krönender Abschluss war das bekannte "Ich bete an die Macht der Liebe" des ukrainischen Komponisten Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski. Für das außergewöhnliche Konzert gab es minutenlang stehende Ovationen als sichtbares Zeichen des Dankes und der Begeisterung.
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