09.04.2011 - 00:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Autoteile Pöllath zieht in Kirchenthumbacher Schulgebäude um - Elisabethenheim als Ersatz Schulhaus wird zur Firmenzentrale

Die Laufzeit des Hauptschulgebäudes neigt sich dem Ende zu. Wo derzeit noch die Klassen 5 und 6 der Mittelschule unterrichtet werden, zieht schon in den nächsten Monaten das Unternehmen Autoteile Pöllath (ATP) ein. Am Donnerstag unterzeichneten Geschäftsführer Peter Pöllath und Bürgermeister Fritz Fürk vor Notar Dr. Carl Michael Niemeyer den Kaufvertrag.

von Autor ÜProfil

Vorausgegangen war ein einstimmiger Beschluss des Marktgemeinderates. ATP will mittelfristig 100 Arbeitsplätze, ausschließlich Verwaltungsjobs, in Voll- und Teilzeit in dem Gebäude unterbringen.

Der Bestand der Grund- und Mittelschule ist durch diese Entscheidung keineswegs gefährdet. Mit dem Verkauf des aus dem Jahre 1971 stammenden Hauptschulgebäudes beschloss der Marktgemeinderat, das Elisabethenheim für schulische Zwecke umzubauen. Damit erreicht die Gemeinde die ohnehin gewünschte Einhäusigkeit.

Architekt plant schon

Erste Gespräche bei der Regierung der Oberpfalz wegen des Raumprogramms und der damit verbundenen Zuschüsse haben Bürgermeister Fritz Fürk und Schulleiter Gerd Dettenhöfer bereits geführt. Zudem wurde ein Architekt damit beauftragt, die Raummöglichkeiten und Umbaumaßnahmen auszuloten und dem Marktgemeinderat zur Entscheidung vorzulegen.

Mit dem bürogerechten Umbau des Schulgebäudes zu einem modernen Verwaltungsgebäude soll sofort begonnen werden. Der Schulbetrieb werde dadurch jedoch in keiner Weise gestört, hieß es im Marktgemeinderat. Bereits im August sollen die ersten 40 Mitarbeiter des aufstrebenden Kirchenthumbacher Unternehmens einziehen.
Geschäftsführer Peter Pöllath, ein waschechter mit seinem Heimatort fest verwurzelter Kirchenthumbacher, hat sich für den Standort als Verwaltungssitz auch aus den genannten Gründen entschieden. Gegenüber Bürgermeister Fritz Fürk sagte Pöllath: "Ich weiß es zu schätzen, dass mir die Gemeinde das Gebäude überlässt."

Mehr als Gewerbesteuer

Fürk arbeitet schon seit einigen Jahren daran, Pöllath ganz für den Standort Kirchenthumbach zu gewinnen. Wie Fürk herausstellte, schiele er nicht nur auf die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen. Wichtig sei ihm vor allem, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Nutznießer seien dabei auch die Gewerbetreibenden und Geschäftsleute im Ort. Hinzu komme, dass sich die Marktgemeinde weiter entwickeln könne. Sichere Arbeitsplätze würden zudem die Bautätigkeit fördern. Schon auch deshalb lasse die Gemeinde derzeit einen Flächennutzungsplan erstellen. Begleitend dazu soll ein weiteres Baugebiet ausgewiesen werden.
Der Unternehmer zeigte sich bei den Verhandlungen mit der Marktgemeinde sehr entgegenkommend. So können bis zum Ende des Schuljahres 2012 zwei Klassen, das Rektorat und das Lehrerzimmer im Hauptschulgebäude bleiben. Peter Pöllath plant mit dem erworbene Gebäude für die kommende Expansionsperiode als seine Verwaltungszentrale. Einziehen sollen in das Haus die Abteilungen Management, kaufmännische Leitung, Einkauf- und Verkauf, das Callcenter, die Finanzbuchhaltung und die allgemeine Verwaltung. Noch heuer will das Unternehmen in die zentral gelegene Immobilie 800 000 Euro investieren.

Das Logistikzentrum befindet sich derzeit im Pressather Gewerbegebiet Döllnitz. Zu der weiteren Entwicklung dort wollte sich Peter Pöllath noch nicht äußern. Vieles sei noch in der Schwebe.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.