18.08.2014 - 00:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Fahne eine alte Tradition nicht nur zur Kirwa "Zacherl" weht auf dem Kirchplatz

Seit Himmelfahrt weht auf dem Kirchplatz der "Zacherl", die neue Kirchweihfahne. Der Vorsitzende des Kirwavereins, Thomas Zeitler, kündigte an, dass die Fahne nächstes Mal am Kirchturm befestigt werde. Bild: Fürk
von Autor ÜProfil

Seit dem Himmelfahrtstag weht auf dem Kirchplatz der "Zacherl", die neue Kirchweihfahne. Am Ende des Festgottesdienstes zum Patronatsfest segnete Pater Dr. Benedikt Röder das vom Kirwaverein angeschaffte Kirchweihsymbol. Der Geistliche betonte, nach alter bayerischer Tradition wehe zum Kirchweihfest auf vielen Kirchtürmen im Bayernland eine Fahne, der "Zachäus", oder je nach Dialekt "Zacherl", die nach dem Evangelium des Kirchweihtages benannt sei.

Diese Fahne sei einst der Aufruf zum gebotenen Landfrieden gewesen. Solange die Fahne vom Kirchturm wehte, durften nach dem Bayerischen Landrecht von 1553 keine Fehden ausgetragen werden. In seinem Segensgebet sagte der Ortspfarrer unter anderem: "Gott, du Ursprung aller Gemeinschaft. Segne die neue Kirchweih-Fahne, die künftig einmal im Jahr aufgehängt wird. Lass uns dabei Freude und Gemeinschaft erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn." Nach dem Segen zogen die Geistlichen und die Mitglieder des Kirwavereins aus dem Gotteshaus zum Kirchplatz, wo die Fahne an einen Mast hochgezogen wurde.

Der Vorsitzende des Kirwavereins, Thomas Zeitler, kündigte an, im kommenden Jahr werde die Fahne am Kirchturm befestigt. Kirwabursch Michael Preuschl sprach einen Kirwa-Prolog: "Heimat ist Seelenbalsam, Heimat ist Herzenswärme. In der Heimat ist Platz für alle Träume. Heimat ist ein Hauch von Paradies, Heimat ist, weil's die Heimat ist. Darum auf, ihr lustigen Schwestern und Brüder, singt mitunter lustige Lieder! Tanzt was das Zeug hält und der Körper vermag! Labet euch an den kulinarischen Kirwaspezialitäten! Zeigt allen Anderen die da kommen von nah und fern, wie wir in Kirchenthumbach feiern und was wir können. Lasst sie staunen über uns. Auf geht's zur Kirwa 2014!"

Dann folgte der Kirwa-Schlachtruf. "Wer hat Kirwa? Mir hom Kirwa. "Wos hom andere? Ameisen! Womit die Kirwaburschen und -mädchen die Ameisenplage auf dem Fußballplatz in Eschenbach verspotteten, die Sportmeldung des Jahres - auch wenn es noch lange nicht vorbei ist.

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