Kirwa unter freiem Himmel: Kirchenthumbach feiert "wois fröhers wor"
Frohes Fest der "harten Hund'"

Die Sonnenschirme waren dafür zuständig, den Regen abzuhalten. Ansonsten feierten die Kirchenthumbacher, als ob das Wetter passen würde. Bild: ü
Lokales
Kirchenthumbach
19.08.2014
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Das kühle Wetter ließen der Kirwaverein nicht als Ausrede gelten: Der Verein feierte Kirchweih wie in alten Tagen im Freien. Und nicht nur die Kirchenthumbacher feierten mit.

"Harte Hund' sans scho, die Thumbacher", stellte ein Auswärtiger am Samstag fest. Bei 13 Grad feierten die Kirchenthumbacher eine heiße Freiluft-Kirwa am Turnerplatz. Fürs Einheizen waren die Pressather Musikanten zuständig. Wegen des Jubiläumsjahres "700 Jahre Kirchengeschichte" hatte der Kirwaverein historische Spiele aufgebaut. Ein Höhepunkt war der Auftritt des Schlagerstars Helene Fischer, alias Timo Müller, mit den Backgroundsängern Christina Vogl, Lena Schreglmann, Ewald Plößner und Uwe Pfennig. Ihr Motto: "Atemlos durch die Nacht, bis ein neuer Tag erwacht. Atemlos schwindelfrei, große Party, mir san dabei . . .".

Ihr Fett weg bekamen die Eschenbacher wegen der Ameisenplage im Rußweiherstadion: Kriechend sangen die Kirwaleut': "So gehen die Ameisen, die Ameisen gehen so. Aufrecht hieß es dann: "So gehen die Kirchenthumbacher, die Kirchenthumbacher gehen so . . ."

Am Sonntag war der Kirwaverein froh, dass das Wetter etwas besser war. Für Stimmung sorgte die Blaskapelle um Jürgen Böhme. Gut an kamen die historischen Spiele unter dem Motto: "Kirwa so wöis fröhers wor". Auf dem Kirchplatz konnte man den Lukas hauen, Hufeisen werfen, Holzkegeln und Luftballons spickern oder Dosen werfen.

Wolfgang Schuhmann chauffierte die Kinder mit seiner Pferdekutsche durch den Markt. Viele Kirwabesucher schlenderten durch die Stände der Fieranten auf dem Marktplatz. Zu kaufen gab es Süßigkeiten, Haushaltsartikel, Spielzeug, Antikes und Trödel. Ein weiter Höhepunkt war die Preisverleihung der Tombola. Der Kirwabaum ging an Dietmar Böhm.

Eine Augenweide war der Werbeauftritt des Kulturkreises für das Eisenhut-Schauspiel. Aus der Pferdekutsche stieg Friedrich Eisenhut mit Begleitern in mittelalterlicher Bekleidung. Weil der Kirchenthumbacher Schneider und Montierungslieferant, nahe Wien einen Überfall überlebte, gelobte er ein Gotteshaus zu bauen. Auf dieses Ereignis geht die Bergkirche zurück. Am 20. und 21. sowie am 27. und 28. September wird das Ereignis auf dem Marktplatz gespielt.
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