26.02.2018 - 20:00 Uhr
Kirchenthumbach

Bauausschuss beschließt Restaurierung und Aufstellung Wappenstein kommt zu neuen Ehren

Mit einem kleinen ortsgeschichtlichen Schatz befasste sich der Grundstücks- und Bauausschuss in der jüngsten öffentlichen Sitzung: Die Fraktion der Bürgergemeinschaft Thurndorf (BGT) hatte in einem Antrag um öffentliche Aufstellung des Schlosswappensteins (inklusive Restaurierung) am Haupteingang des Thurndorfer Friedhofs im Zuge der Kulturpflege gebeten.

Gut erhalten ist der jahrhundertealte, vom Thurndorfer Schloss stammende Wappenstein. Ein Restaurator soll nun den feinen Sandstein säubern, anschließend soll der Stein mittels einer Konstruktion aus Metall mit vorgesetzter Glasscheibe am Osteingang des Friedhofes einen neuen Platz finden. Bild: lep
von Petra LettnerProfil

Deshalb wurde zu Beginn der Zusammenkunft der Stein in Thurndorf in Augenschein genommen. Bei dem Schlosswappenstein handelt es sich um die aus feinem Sandstein gehauenen Wappenschilder der Familien von Redwitz und von Schaumburg, die von der Erbauung eines neuen Schlosses durch Alexander von Redwitz um 1590 zeugen. Der Wappenstein befand sich früher über dem Haupteingang des Thurndorfer Schlosses in der Hauptstraße 11. Beim Abriss des Gebäudes im Jahr 1977 wurde glücklicherweise das Wappen gesichert. Nun soll der Naturstein wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Bei einem Ortstermin im September 2017 mit Kreisheimatpfleger Hannes Oberndorfer und zweitem Bürgermeister Josef Schreglmann wurde auf der kleinen, gemeindeeigenen Grünfläche am östlichen Haupteingang des Friedhofes bereits ein geeigneter Standort gefunden. Im Nachgang wurde zusammen mit Michael Biersack eine Konstruktion für eine Halterung aus Metall mit vorgesetzter Glasscheibe und einer Infotafel entworfen.

Eventuelle finanzielle Zuschüsse für dieses Projekt werden derzeit noch geprüft. Aufgrund der niedrigen Kosten - geschätzt circa 5200 Euro - wird es wahrscheinlich keine Gelder geben. Der Bauausschuss genehmigte schließlich einstimmig den Antrag der BGT Thurndorf.

Danach befasste sich das Gremium mit mehreren Bauanträgen. Zügig und ebenfalls einstimmig genehmigte es die Vorhaben von Robert Lindner (Umbau eines Zweifamilienwohnhauses), Matthias Reiß (Aufstockung und Dachgeschossausbau) sowie Amanda und Thorsten Neukam (Umbau und Aufstockung des Wohnhauses).

Der Bauantrag von Sonja Walberer zum Bau einer Biogasanlage in Tagmanns war im vergangenen Jahr wegen des nahen Wasserschutzgebiets ohne Zustimmung an das Landratsamt zur Prüfung weitergegangen. Nachdem Walberer den Bauantrag nun entsprechend geändert und als Auflage dem Einbau einer Blechwanne zugestimmt hat, erteilte die Behörde die Genehmigung. Egal, ob der Bauausschuss zustimmte oder nicht: Es kann gebaut werden. Nach längerer Diskussion erteilten die Räte aber mit vier zu zwei Stimmen das gemeindliche Einvernehmen.

Abgelehnt wurde dagegen der Bauantrag der Firma Ströer. Diese wollte in der Einfahrt zum Netto-Markt auf dem Grundstück "Frauenbild" eine große Werbetafel platzieren.

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