10.07.2017 - 20:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Erschließungsplanung für das Gewerbegebiet Weiherwiesen II vorgestellt Zwei Varianten für Löschwasser

Die Entwurfsplanung zum Gewerbegebiet "Weiherwiesen II" wurde in der Sitzung des Markgemeinderates am Mittwochabend ohne Gegenstimmen befürwortet. Für Diskussion sorgte die Löschwasserversorgung im geplanten Gewerbegebiet.

Südwestlich des bestehenden Gewerbegebietes Weiherwiesen I ist das Gewerbegebiet Weiherwiesen II mit rund 5,7 Hektar geplant. Bei der Vorstellung in der Erschließungsplanung in der Marktgemeinderatssitzung blieb jedoch die Frage zur Löschwasserversorgung offen. Bild: br
von Hubert BrendelProfil

Vorgesehen ist die Löschwasser- über die Trinkwasserversorgung als etwas günstigere Variante gegenüber einer Zisterne als Alternative.

Michael Wagner, staatlich geprüfter Bautechniker vom Architektur- und Ingenieurbüro Wolfgang Schultes (Grafenwöhr), stellte die Erschließungsplanung für das künftige Gewerbegebiet "Weiherwiesen II" im Detail vor. Demnach seien auf dem rund 5,7 Hektar großen Areal, südwestlich schräg gegenüber des bestehenden Gewerbegebiets "Weiherwiesen I", vorläufig 15 Parzellen vorgesehen. Die Verkehrserschließung soll über eine etwa 450 Meter lange Ringstraße erfolgen. Detailliert informierte Wagner in Bezug auf die Verkehrserschließung auf die Fahrbahnbreite zum Bereich der Zufahrt in das Gewerbegebiet als auch hinsichtlich der vorgesehenen Ringstraße.

Ferner verwies er darauf, dass eine getrennte Entwässerung - Oberflächen- und Schmutzwasser - vorgesehen ist. So ist nördlich des Gewerbegebietes auch ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von circa 800 Kubikmeter geplant. Weitere Details bezogen sich auf den Querschnitt der Ver- und Entsorgungsleitungen.

Für eine rege Diskussion sorgte die Löschwasserversorgung mit zwei Varianten: über die Trinkwasserleitung oder durch eine Zisterne. Wagner bezifferte die Kosten für letzteres nach grober Schätzung auf bis zu 100 000 Euro, dem gegenüber steht die Löschwasserversorgung über die Trinkwasserleitung mit etwa 80 000 Euro. Wagner verwies darauf, dass das bestehende Trinkwassernetz auf etwa 200 Meter erneuert werde und bei den veranschlagten Kosten bereits berücksichtigt sei. Demnach spare sich die Marktgemeinde die Kosten für eine früher oder später erforderliche Erneuerung des Trinkwassernetzes, das bei der Erschließungsmaßnahme für das künftige Gewerbegebiet berücksichtigt ist.

Für Jürgen Geyer (CWG) war die Verkehrserschließung insbesondere die Fahrbahnbreite im Einfahrtsbereich zum Gewerbegebiet ein Dorn im Auge. Er plädierte für eine geringere Fahrbahnbreite, mit der die Kosten reduzieren werden könnten. Wie es dazu hieß, wurde die Fahrbahnbreite gewählt, da dieser Bereich als Stellplatz für Lkw benutzt werden könne, deren Be- oder Entladen am Abend nicht mehr möglich ist. Die vorgestellte Entwurfsplanung wurde ohne Gegenstimme befürwortet. Gleichzeitig soll das Thema der Löschwasserversorgung mit der örtlichen Wehr besprochen werden.

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