Gremium gibt Zustimmung
Zukunft für Marktanzeiger

Martin Potsch (stehend) erläuterte dem Gremium die Vorteile einer Zusammenarbeit mit der Firma GeoTeam. Die Räte waren anderer Meinung. Bild: dfr
Politik
Kirchenthumbach
09.12.2016
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Daniel Götz von der CWG-Frakton sah die Ausführungen des Fachmannes aus Bayreuth eher skeptisch und sah wenig Sinn an einer Zusammenarbeit.

Nach einigen Beratungen gibt es doch eine Lösung: Der Kirchenthumbacher Marktanzeiger darf bleiben. Bürgermeister Jürgen Kürzinger informierte das Gremium über die Details. Die Räte mussten sich aber noch mit einem ganz anderen Thema auseinandersetzen.

(dfr) Die letzte Marktgemeinderatssitzung im Jahr 2016 sollte zugleich eine der längsten werden. Insgesamt acht Tagesordnungspunkte standen auf der Agenda des öffentlichen Teils. Bürgermeister Jürgen Kürzinger hatte Martin Potsch von der Firma GeoTeam aus Bayreuth eingeladen. Der Fachmann erläuterte dem Gremium, welche Vorteile sich aus einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Landwirten und der Gemeinde im Zuge der Befriedung von Ausgleichsansprüchen beim künftigen Wasserschutzgebiet ergeben würden. Die Räte waren da aber anderer Meinung.

"Bei Abschluss einer Kooperationsvereinbarung würde die Akzeptanz beim Wasserrechtsverfahren erhöht werden. Des Weiteren wäre eine Doppelförderung, die den Landwirten unnötigen Ärger und Sanktionen mit den Behörden einbringen würde, ausgeschlossen. Durch unsere Rolle als neutraler Vermittler, wäre eine umfangreiche Betreuung und weniger Bürokratie gewährleistet", informierte der Fachmann.

Mehrwert nicht erkennbar

Nicht ganz verstehen konnten jedoch die Marktgemeinderäte, warum dafür ein separates Planungsbüro gebraucht werde. "Ich kann nicht nachvollziehen, wieso wir da ein extra Büro brauchen. Sie bieten eine reine Dienstleistung für Landwirte. Wer soll hier das Geld aufbringen? Es muss doch eine Möglichkeit geben, das in der Gemeinde selbst zu regeln", meinte Daniel Götz von der CWG-Fraktion. Er könne sich kaum vorstellen, dass es so viele Landwirte im betroffenen Gebiet gibt, die so ein Büro nötig machen würden. "Ich kann den Mehrwert ihrer Firma für uns als Kommune nicht erkennen." Ähnlich sah dies dritter Bürgermeister Werner Trenz: "Diese Kosten für das Planungsbüro müssten wiederum auf die Wassergebühren umgelegt werden. Wenn das so weitergeht, dann sind wir bald beim doppelten Preis für das Wasser."

Kämmerer Michael Eisner mahnte an, dass es im eigenen Haus nicht die Qualifikation gebe, um so etwas selbst in die Hand zu nehmen. Winfried Sporrer schlug daraufhin vor, sich im Vierstädtedreieck eine Lösung zu überlegen und die Kosten gegenüberzustellen. Eine Entscheidung fiel zu diesem Tagesordnungspunkt noch nicht.

Rathaus unterstützt Anzeiger

Erfreuliches gab es in Sachen Fortbestand des Kirchenthumbacher Marktanzeigers zu berichten. Kürzinger teilte dem Gremium mit, dass es bei einem Treffen mit dem Handwerker- und Gewerbeverein sowie dem Marktverband zu einer Einigung gekommen sei. "In dem Gespräch fragte ich bei der Vorsitzenden des Handwerker- und Gewerbevereins, Sandra Friedl, an, wie man den Marktanzeiger mit Mitteilungen und Nachrichten aus dem Rathaus so unterstützen könnte, dass das momentane Delta von 300 Euro abgefedert werden kann", berichtete Kürzinger. Diese wäre mit einer Buchung von mindestens zwei Seiten möglich, sei ihm mitgeteilt worden. Es wäre aber auch möglich, zweieinhalb oder zweieinviertel Seiten zu buchen. "Mein Wunsch war es zudem, dass die Mitteilungen aus der Verwaltung im ersten Drittel der Ausgabe erscheinen." Schriftführerin Margit Kohl teilte mit, dass dies umgesetzt werden könne.

Ein weiteres Anliegen war, dass die Nachrichten der Kommune direkt an die Druckerei gesendet werden können. Auch das sei kein Problem. "Erstmalig könnten wir in der nächsten Ausgabe inserieren. Ich möchte, dass dieses Blatt bestehen bleibt, und wenn wir als Gemeinde helfen können, sollten wir dies auch tun", erklärte Kürzinger. "Dies sind hervorragende Nachrichten und eine sehr gute Lösung", meinte Richard Götz von der CWG-Fraktion. Kürzinger bekam einstimmig das "Ja" vom Gremium.
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