04.05.2018 - 20:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Grünes Licht zur Erschließung des Baugebietes Sandbrunnen IV

Läuft alles nach Plan, können Anfang Juli die Baumaschinen zur Erschließung des Baugebiets "Sandbrunnen IV" anrollen. In seiner Mai-Sitzung gibt der Marktgemeinderat Kirchenthumbach grünes Licht zur Ausschreibung der Arbeiten nach den Vorgaben der Ausführungsplanung.

von Hubert BrendelProfil

Vorausgegangen waren Informationen über das Ergebnis einer umfangreichen Bodenuntersuchung. "Wir bauen nicht auf giftigem Boden", lautete das Fazit von Bürgermeister Jürgen Kürzinger dazu. Es sei dennoch vorgesehen, während der Bauarbeiten weitere Bodenproben zu entnehmen. Für Kürzinger sind die Bodenuntersuchungen in erster Line für die Kommune wichtig, aber auch für die Grundstückskäufer relevant.

Diplom-Geologe Stefan Neumann und Geoökologe Tobias Sluka vom Ingenieurbüro Dr. G. Pedall in Haag hatten den Marktgemeinderat ausführlich über die Werte, die sich bei der umfangreichen Bodenuntersuchung mit dem Schwerpunkt auf geogene Schwermetalle ergeben hatten, informiert. Nach ihren Worten ist weitestgehend keine Belastung mit Schadstoffen festgestellt worden. Beide wiesen jedoch darauf hin, dass, sobald Erdaushub erfolgt - ob auf öffentlichem Grund oder auf den Baugrundstücken -, erneut Bodenuntersuchungen vorgenommen werden.

Sofern Schadstoffe festgestellt werden, sei das Erdreich zur Bauaushubdeponie in Mitterteich zu bringen, betonten die Mitarbeiter des Ingenieurbüros. Zusätzliche Kosten wären die Folge. Für Diskussion sorgte die Definition von belastetem Material und inwieweit dieses eventuell für einen Wiedereinbau verwendet werden kann. Bejaht wurde die Anfrage von Jürgen Geyer (CWG), ob das Ergebnis der Bodenbeprobung auch Bestandteil der Ausschreibung sei.

Leitungen im Trennsystem

Auf der Grundlage des mittlerweile rechtskräftigen Bebauungsplanes stellten anschließend die Diplom-Ingenieure Albert Vollath und Werner Erhart vom Ingenieurbüro Wolf und Zwick in Marktredwitz den Entwurf der Ausführungsplanung vor. Dabei wurde auch ein eventuell weiteres, sich im Süden anschließendes Baugebiet "Sandbrunnen V" berücksichtigt. Die Ausführungsplanung bezieht sich auf die Herstellung der Erschließungsstraßen sowie der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Letzteres wird nach dem Trennsystem vorgenommen. Das im Osten des Bebauungsgebiets geplante Rückhaltebecken ist entsprechend dem Niederschlagswasser der vergangenen fünf Jahre ausgelegt.

Baubeginn Anfang Juli

Der mögliche zeitliche Ablauf der Erschließung sieht nach erfolgter Ausschreibung die Angebotseröffnung am 7. Juni, die Auftragserteilung am 15. Juni und den Baubeginn am 2. Juli vor. Bis Jahresende können Häuslebauer somit mit der Errichtung ihres Eigenheimes beginnen. Die Erschließungsmaßnahme soll im Mai 2019 abgeschlossen sein. Wie es hieß, wird der in Erwägung gezogene Zeitplan von der Auftragslage der Baufirmen abhängig sein.

Der Marktgemeinderat befürwortete einstimmig den Entwurf der Ausführungsplanung. Gegen die Ausschreibung der Erschließungsnahmen auf der Grundlage der vorgestellten Planung hatte das Gremium ebenfalls keine Einwände.

Zudem stimmte es der auf der Initiative des Marktes Hohenburg (Landkreis Amberg-Sulzbach) basierenden Petition der Anrainergemeinden der Nato-Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels zu. Die Eingabe richtet sich gegen die Ungleichbehandlung bei der Verteilung der Ausgleichsleistungen.

Einverstanden waren die Marktgemeinderäte nicht zuletzt mit der Vorschlagsliste zur Vorbereitung der Schöffenwahl für die Jahre 2019 bis 2023. Vorgeschlagen sind Thomas Frankenberger, Eckhard Wiltsch und Jan Wiltsch (alle Kirchenthumbach) sowie Silvia Wilcek (Metzenhof). Die Vorschlagsliste wird nun eine Woche zur öffentlichen Einsicht ausgelegt und dann dem Amtsgericht Weiden vorgelegt.

 

 

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