12.03.2018 - 15:58 Uhr
Kirchenthumbach

Markt übernimmt Defizitanteil der Kath. Kirchenstiftung Einsparpotential beim Kinderhaus mit Kinderkrippe genau prüfen

Für Diskussion sorgt in der Sitzung des Gemeinderates der Antrag der Katholischen Kirchenstiftung auf vollständige Kostenübernahme des Defizitanteils aus dem Betrieb des Kinderhauses einschließlich der Kinderkrippe. Bürgermeister Jürgen Kürzinger hat aber auch gute Nachrichten auf Lager.

Zwei Stichstraßen im Thurndorfer Baugebiet "Kappelläcker" (unser Bild) wurden "Langwiesen" und "Am Tiergarten" getauft.
von Hubert BrendelProfil

Im Haushalt 2017 beläuft sich das Defizit auf rund 83 000 Euro. Gleichzeitig prognostizierte die Kirchenstiftung für die kommenden Jahre ein weiter steigendes Defizit. Das Gremium stimmte dem Antrag zwar zu, doch soll in den nächsten Monaten eine Grundsatzentscheidung hinsichtlich der Übernahme des Defizits in den kommenden Jahren getroffen werden.

In ihrem Antrag hatte die Kirchenstiftung darauf verwiesen, dass sie den Eigenanteil am Defizit in Höhe von 20 Prozent aus finanziellen Gründen nicht aufbringen könne. Die Begründung: zu hohe Investitionen in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig wird befürchtet, dass die Aufrechterhaltung des Betriebes der Einrichtung gefährdet ist. Es werden fortlaufend Maßnahmen zur Schmälerung des Defizits geprüft, hieß es im Antrag. In der Diskussionsrunde forderte dritter Bürgermeister Werner Trenz (Sassenreuth), der Übernahme des Defizits für 2017 zuzustimmen, jedoch in Zukunft nicht mehr. Das Gremium folgte diesem Vorschlag einstimmig.

"Sandbrunnen IV"

Im zweiten Anlauf wurden nunmehr mit "Langwiesen" und "Am Tiergarten" im Baugebiet "Kapelläcker" in Thurndorf die Straßennamen für zwei Stichstraßen vergeben. Wie Bürgermeister Jürgen Kürzinger informierte, sind die beiden Straßennamen mit den Thurndorfer Marktgemeinderäten, Angela Kummert-Schleicher und Alexander Schatz, abgesprochen. Als Alternative waren auch "Theophilusstraße" und "Maria-Hilf-Weg" zur Auswahl.

Ebenso im zweiten Anlauf entschied sich das Gremium an der Bündelausschreibung seitens des Bayerischen Gemeindetages durch die Kubus (Kommunalberatung und Service) für die Jahre 2020 bis 2022 teilzunehmen. Durch die Verwaltung wurde ein jährlicher Verbrauch von zirka 750 000 Kilowattstunden ermittelt. Bei vier Gegenstimmen entschied sich das Gremium, wie bisher, für den Bezug von Normalstrom. Bei einem Bezug von Ökostrom (ohne Neuanlagenquote) wurden Mehrkosten in Höhe von 2250 Euro und bei Ökostrom (mit Neuanlagenquote) sogar 7500 Euro ermittelt.

Beim Tagesordnungspunkt über eine Änderung des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplanes für das Baugebiet "Sandbrunnen IV" hieß es in der Sitzung, dass Architekt und Stadtplaner Ralf Köferl (Marktredwitz) die gewünschten Änderungen in den Bebauungsplan aufgenommen hat. Dieser erläuterte dazu Details. Es seien aber nur "kleine Feinheiten". Für Kürzinger sei die Kommune "sehr nah dran", dass der Bebauungsplan rechtskräftig werde und schon bald die Ausschreibung zur Erschließung vorgenommen werden könne. Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann (CSU) sah in einer Verfahrungsänderung eine erneute Auslegung des Bebauungsplanes mit einhergehender Verzögerung. Das Gremium stimmte deshalb einstimmig gegen die Änderung des Verfahrens.

Kinderfeuerwehr gegründet

Keine Einwände hatte der Marktgemeinderat zum Antrag der Feuerwehr Heinersreuth auf Gründung einer Kinderfeuerwehr. Hauptargument zum Antrag war die Nachwuchsarbeit. Es gebe in Heinersreuth zwar viele Kinder, doch nur wenige Jugendliche. "Ich finde dies gut", sagte der Rathauschef und verwies darauf, dass die Heinersreuther Wehr die erste in der Marktgemeinde sei, die eine Kinderfeuerwehr gründen wolle.

Eine formelle Angelegenheit war die Bestätigung der Wahl von Markus Helldörfer zum Kommandanten der Wehr Heinersreuth. Die Wahl seines Stellvertreters, Stefan Schleicher (Krücklasmühle), wurde ebenfalls bestätigt. Schnell abgehakt hatte das Gremium den Antrag der CWG-Fraktion hinsichtlich der Kostenfreigabe für das Gewerbegebiet "Weiherwiesen II". Kürzinger verwies darauf, dass allen Marktgemeinderäten eine entsprechende Gesamtkostenübersicht übermittelt wurde.

Auf Anregung der Marktgemeinderätin Angela Kummert-Schleicher (Bürgergemeinschaft Thurndorf) wird das Untersuchungsergebnis auf kontaminiert belastete Böden im Thurndorfer Baugebiet "Kapelläcker" im Mitteilungsblatt der Marktgemeinde veröffentlicht. Wie Kürzinger erläuterte, hat die Kommune dort den Boden untersuchen lassen.

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