Marktratssitzung Kirchenthumbach
Pläne zur Abwasserentsorgung

Bei Ortsterminen informierte Werner Erhart vom Ingenieurbüro Wolf und Zwick den Bauausschuss des Marktgemeinderates über die geplante Entsorgung des Oberflächenwassers aus dem künftigen Baugebiet "Sandbrunnen IV". Der Termin diente der Zwischeninformation: Beschlüsse waren nicht vorgesehen. Bild: do
Politik
Kirchenthumbach
20.03.2017
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Die betroffenen Antragsteller wird's freuen: In der Bauausschusssitzung des Kirchenthumbacher Marktgemeinderates gab es zu Bauanträgen nur Zustimmung.

Die Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil der Bauausschusssitzung waren rasch abgehandelt. Sein Einvernehmen erteilte der Rat dem Antrag der Familie Joachim Duwe für ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage im Baugebiet "Sandbrunnen". Nur für bedingt zuständig erklärte sich das Gremium zu einer Bauvoranfrage: Manuel Lauterbach plant auf einem Grundstück in der Eschenbacher Straße eine Halle von 15 mal 10 Metern. "Wir haben nichts dagegen, aber entscheiden müssen das Landratsamt und das Staatliche Bauamt", betonte Bürgermeister Jürgen Kürzinger.

Zustimmung gab es auch für Marco Lindner aus Thurndorf zu einer sogenannten isolierten Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Schupferwiesen". Er plant eine Doppelgarage außerhalb des Baufensters der Bauparzelle. Baurechtlich ist deshalb ein Genehmigungsverfahren notwendig, argumentierte Berthold Schmid als Vertreter der Bauverwaltung. Für den Bauausschuss kein Problem. Das Einvernehmen war einstimmig. Auf Zustimmung wartete ein ähnlicher Fall im "Sandbrunnen III". Eine vom Grundstückseigentümer Stefan Stöcklmeier geplante Stützmauer mit 25 Meter Länge und einer Höhe von bis zu 1,60 Metern sieht der Bebauungsplan nicht vor. Notwendig war ebenfalls eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes, die das Gremium einstimmig erteilte.

Geheimnisvoller als erwartet entwickelte sich die Diskussion über die Absenkung eines Bordsteines in der Auerbacher Straße in Höhe der Grundstückseinfahrt Friedl/Friedrich. Nach der Errichtung eines Wohnhauses wünscht sich der Anlieger eine verkehrsgerechte Zufahrtsmöglichkeit zum "Melber"-Grundstück. Weichen müsse dann allerdings ein Parkplatz, stellte der Bauausschuss bei der Besichtigung vor Ort fest. Auch eine Kostenbeteiligung des Antragstellers stand zur Debatte. Deshalb verlegte der Bauausschuss die Entscheidung auf Antrag von zweitem Bürgermeister Josef Schreglmann in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Zustimmung herrschte zur Anordnung einer Tempo-30-Zone für den Birketweg in Thurndorf. Kürzinger verwies auf einen Antrag von Marktgemeinderätin Angela Kummert-Schleicher und auf eine bereits vor einiger Zeit stattgefundene Diskussion. Die Anordnung soll ab der Einmündung der NEW 43 gelten.

300 Meter Entsorgungsrinne


Eine Ortsbesichtigung nahmen Bürgermeister und Rat auch an der Orts-ein- und -ausfahrt der NEW 43 vor. Im Zuge der Baugebietserweiterung am "Sandbrunnen" plant das Ingenieurbüro Wolf und Zwick aus Marktredwitz die Ableitung des Regenwassers aus dem künftigen Baugebiet "Sandbrunnen IV" in einer Rohrleitung im Geh- und Radweg Richtung Burggrub und im offenen Straßengraben der Kreisstraße. Diplom-Ingenieur Werner Erhart erläuterte vor Ort die Entwässerungspläne. Die Planer setzen auf eine Regenrückhaltung am Rande des Baugebietes und die gedrosselte Entsorgung des Oberflächenwassers in das Leitungs- und Grabensystem zur Straßenentwässerung der NEW 43. Breitflächig soll das Oberflächenwasser dann in den Grub-Bach fließen. "Vor den Durchlässen unter der NEW 43 werden wir wohl um ein bisschen Grunderwerb nicht herumkommen", fasste Werner Erhart seine Erläuterungen zur circa 300 Meter langen Regenwasserentsorgung entlang der Kreisstraße zusammen. Der Planer verwies auf Vorgespräche mit dem Landkreis, dem Staatlichen Bauamt und dem Amt für Wasserwirtschaft. Alle Beteiligten hätten bereits ihr grundsätzliches Einverständnis zu den Planungen erteilt.

Die Ortstermine nahm Jürgen Geyer zum Anlass, schon einmal auf die Absicht einer Anwohner-Initiative hinzuweisen. In der Mühlbachstraße sei eine Nepomuk-Statue geplant, so Geyer. Finanziert werde das Vorhaben aus Gewinnen von Siedlungsfesten.
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