23.04.2018 - 20:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Rückblick und Ausblick beim CSU-Ortsverband - Bezirkstagskandidat als Gastredner Zusammenhalt gibt Ausschlag

Parallelen zwischen Berlin und Kirchenthumbach: Es gibt sie. Ähnlich wie dort befinde man sich in der Marktgemeinde "in einer Art Koalition", sagt CSU-Vorsitzender Josef Schregl-mann. Der SPD-Bürgermeister werde nach Kräften unterstützt, erklärt er in der Jahreshauptversammlung mit Blick auf die Kommunalpolitik.

Rückblick und Ausblick auf Wahlen dominieren die Jahreshauptversammlung des von Josef Schreglmann (links) geführten CSU-Ortsverbands. Bezirkstagskandidat Matthias Grundler war als Gastredner gekommen. Bild: hzi
von Redaktion OnetzProfil

Als Schwerpunktthema im Gemeinderat nannte er den Straßenunterhalt, und hier stellvertretend die "alte B 470" bei Dammelsdorf und die Verbindungsstraße von Tagmanns nach Neuzirkendorf. Bei der Wasserversorgung genieße die Erneuerung der Leitung in der Lindenstraße oberste Priorität, teilte der zweite Bürgermeister mit.

Für das Erscheinungsbild des Kirchplatzes in Neuzirkendorf werde noch nach Lösungen gesucht. In der medialen Darstellung nach außen habe der Ortsverband sich eine eigene Homepage zugelegt und sei auch bei Facebook präsent.

Zu Beginn seines Jahresberichts hatte Schreglmann die Auftaktveranstaltung zum Bundestagswahlkampf Revue passieren lassen. Die Ortsverbände der CSU im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft hatten in Schlammersdorf ein Grillfest mit Beachvolleyballturnier für MdB Albert Rupprecht initiiert. Zusätzlich hatten die "Schwarzen" im Wahlkampf einen Infostand eingerichtet.

Bei der Ausbildungsmesse in Oberbibrach war die Kirchenthumbacher CSU ebenfalls präsent. Der Vorsitzende erinnerte zudem an die Besichtigung des St.-Michaelswerks in Grafenwöhr und die Wiederbelebung des ehemals traditionellen Josefi-Dämmerschoppens mit Vortrag von Tanja Renner. Mit ihr als Landtagskandidatin habe die CSU eine sehr gute Wahl getroffen.

Als Delegierte zur Kreisvertreterversammlung zur Europawahl bestimmten die Mitglieder per Akklamation Max Strauß, Josef Schreglmann und Herbert Ziegler. Als Ersatz fungieren Gerhard Reisner, Thomas Bernet und Winfried Sporrer.

Im Anschluss stellte sich Matthias Grundler aus Falkenberg als CSU-Listenkandidat für den Bezirkstag vor. In seiner Heimatgemeinde sei er als CSU-Vorsitzender, im Gemeinderat und als Burgbeauftragter aktiv, informierte er. Als unbefriedigend bezeichnete Grundler das Ergebnis der Bundestagswahl, bei dem er für MdB Albert Rupprecht unter anderem die Hausbesuche als Wahlwerbung organisiert habe. Der Landtagswahlkampf werde extrem schwierig, so seine Einschätzung.

Als Grund für das bisher Erreichte sah der Bezirkstagskandidat den Zusammenhalt der CSU in den Kreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie in der Stadt Weiden an. Als Beispiele führte er die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden, das Bildungszentrum Weiherhammer und die Behördenverlagerung an. Die Junge Union in der nördlichen Oberpfalz habe die mitgliederstärksten Kreisverbände in Bayern. Seiner Beobachtung nach sei das Interesse der jungen Leute an der Politik wieder gewachsen, merkte Grundler an, ehe er die Aufgaben des Bezirkstags erläuterte.

In der anschließenden Aussprache sprachen die CSUler nochmals lebhaft über das Wahlergebnis, wobei auch die Spitzen der Unionsparteien nicht von Kritik verschont blieben. Breiten Raum in der Diskussion nahm zudem der Naturschutz ein, da auch Landwirte und Mitglieder von Jagdgenossenschaften anwesend waren.

Kritik wurde dabei an der Neuansiedlung von Wildtieren wie Wolf und Biber laut. Die Interessen der Nutztierhaltung müssten genauso Berücksichtigung finden, lautete die Forderung. Der bisher betriebene Naturschutz müsse in eine andere Richtung gelenkt werden. Auch der Ärztemangel und die Ungleichbehandlung gesetzlich und Privatversicherter wurde thematisiert.

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