Bürgermeister zeigt "Baustellen" in Kirchenthumbach auf
Das Sorgenkind heißt Wasser

Kämmerer Michael Eisner übernahm nach Bürgermeister Jürgen Kürzinger das Wort. Bild: dfr
Vermischtes
Kirchenthumbach
01.12.2016
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In der Bürgerversammlung war auch das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben Thema. Repro: dfr

In der ersten von drei Bürgerversammlungen gaben Bürgermeister Jürgen Kürzinger, Kämmerer Michael Eisner und Bauhofleiter Jörg Dollhopf einen Überblick über die "Baustellen" der Marktgemeinde. Es standen aber auch positive Nachrichten auf der Agenda: Der Breitbandausbau steht etwa kurz vorm Abschluss.

(dfr) Groß war das Interesse an der Bürgerversammlung im Markt. Dementsprechend voll war es im Gasthof Thumbeck, als Bürgermeister Jürgen Kürzinger die Veranstaltung eröffnete. Der Hauptschwerpunkt seines Vortrags: Die Trinkwasser- und Abwassersanierung in den kommenden Jahren.

Kürzinger stellte den Zuhörern die Studie des Ingenieurbüros Zwick vor, welche bereits im Marktgemeinderat Thema war. "Teilweise haben wir großen Handlungsbedarf, da wir im Jahr 2015 über 16 Prozent Wasserverluste hatten. Das ist einfach zu viel für eine Kommune, wie wir es sind", informierte Kürzinger. Vor allem im Bereich um den Tennis- und Sportplatz herrscht dringender Sanierungsbedarf. Aber auch bei der Kläranlage wird in den nächsten Jahren einiges auf die Gemeinde zukommen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf circa sieben Millionen Euro für die Abwassersanierung.

Bei der Trinkwassersanierung liegen aktuell noch keine Zahlen vor. Diese dürfte aber in einem ähnlichen Bereich liegen. "Ich weiß, dass dies kein Akt auf zwei oder drei Jahre ist. Das ist eine Aufgabe, die uns sicher ein Jahrzehnt beschäftigen wird", meinte das Marktoberhaupt. Gute Nachrichten hatte Kürzinger zum Breitbandausbau. Er teilte mit, dass bis zum Jahresende der Ausbau in Kirchenthumbach abgeschlossen sei und man ab Januar die neuen Tarife über die Telekom buchen könne. In Thurndorf und Heinersreuth sei der Ausbau voraussichtlich im Januar abgeschlossen. "Jeder Haushalt wird in den nächsten Wochen von der Telekom angeschrieben und über die entsprechenden Angebote informiert, welche man buchen kann", ergänzte der Bürgermeister.

Ständig Rohrbrüche

Kämmerer Michael Eisner legte den Bürgern einen Einblick in die Finanzen der Kommune vor. "Fast überall steigen unsere Kosten. Vor allem beim Bereich Straßenunterhalt haben wir aufgrund der ständigen Rohrbrüche deutliche Mehrkosten als in den Vorjahren. Über 300 000 Euro wurden letztes Jahr ausgegeben. Aber auch der Bereich Kindergarten, Personalkosten und der öffentliche Bereich sind hohe Kostenfaktoren", listete der Finanzfachmann auf. Trotz alledem ist die Gemeinde so gut wie schuldenfrei. 73 000 Euro betragen die aktuellen Verbindlichkeiten. Dem Gegenüber stehen Rücklagen in Höhe von 1,121 Millionen Euro. Diese würden aber bei den anstehenden Investitionen in den kommenden Jahren sicherlich benötigt.

Bauhofleiter Jörg Dollhopf berichtete über Arbeiten vonseiten des Bauhofes. Die Pflege von Spielplätzen, Reinigung der Straßengräben und die Straßensanierung waren nur Beispiele. Doch besonders bei Letzterem wurde der Bauhof gefordert. "Wir hatten bis heute im Jahr 2016 bereits 13 Wasserrohrbrüche. Dies machte es nötig, dass wir unser Vorratslager deutlich vergrößern mussten, um auf weitere Rohrbrüche vorbereitet zu sein."
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